Hartweg: «Es ist eine historische Chance»
Michael Hartweg, was ging Ihnen durch den Kopf, als die Lenzerheide den Zuschlag für die Austragung der Biathlon-WM 2025 erhielt?
Michael Hartweg: Es war überwältigend. Wir haben uns natürlich gute Chancen ausgerechnet, weil das Feedback des Weltverbands bei der Inspektion sehr positiv war. Deshalb war auch die Anspannung gross. Es ist eine historische Chance, die wir nun wahrnehmen können. Ich verspüre eine grosse Erleichterung und Begeisterung.
Als einziger Mitbewerber war Minsk im Rennen. Eine WM-Vergabe ins krisengeschüttelte Belarus hätte in der Sportwelt natürlich für Kopfschütteln gesorgt. Hat das der Lenzerheide zum Vorteil gereicht?
Das ist sicher so. Es tut uns aber Leid für den Mitbewerber Minsk und vor allem für die dortige Bevölkerung. Wir bedauern sehr, was dort passiert. Aber es ist auch so, dass Minsk wie wir noch keinen Weltcup hatte. Auch sie waren noch nicht auf der Grossevent-Landkarte. Wir hatten sicher auch abgesehen von der politischen Situation gute Karten.
Welche Schritte folgen nun in der Vorbereitung auf die WM 2025?
Wir sind nun gemeinsam mit Swiss-Ski daran, die Organisationsstrukturen festzulegen. Wir werden nun sofort loslegen. Denn der Zeitplan ist ambitioniert. Wir haben grosse Pläne und wollen diese Chance natürlich nutzen – für die Destination, für den Kanton und für die Schweiz.
Auch dem eigentlichen Ziel, der Austragung eines Weltcups, ist man nun einiges näher.