Hamiltons erster Sieg im Ferrari – WM-Leader Antonelli mit Nuller
Die sportliche Auferstehung von Lewis Hamilton in der Formel 1 erreicht den nächsten Höhepunkt. Der Rekordweltmeister gewinnt in Barcelona seinen 106. Grand Prix, den ersten mit Ferrari.
Ausgerechnet Lewis Hamilton beendet die Siegesserie von Mercedes, jenem Team, mit dem er sechs seiner sieben WM-Titel eingefahren hat. Der 41-jährige Brite gewann dank einer glücklichen Strategiewahl vor George Russell im Mercedes und Weltmeister Lando Norris im McLaren den Grand Prix von Barcelona-Katalonien. WM-Leader Kimi Antonelli, der Gewinner der letzten fünf Grands Prix, schied im siebten Saisonrennen vier Runden vor Schluss aus, nachdem er kurz zuvor seinen zweitplatzierten Teamkollegen Russell überholt hatte.
Den Kritikern getrotzt
Für Ferrari war es der erste Grand-Prix-Sieg seit Oktober 2024, für Hamilton der erste seit fast zwei Jahren. Zuletzt hatte er am 28. Juli desselben Jahres den Grand Prix von Belgien gewonnen – damals noch im Mercedes, ehe er sich nach zwölf äusserst erfolgreichen Jahren mit den Silberpfeilen für einen Wechsel zu Ferrari entschied, um dort mit der Scuderia Geschichte zu schreiben. Die Tifosi träumen seit 2007 von einem WM-Titel.
Doch Hamilton konnte die grossen Erwartungen, die in ihn gesteckt wurden, zunächst nicht erfüllen. Nun, im 31. Anlauf, gelang ihm endlich der langersehnte erste GP-Sieg mit den Roten. Ein Erfolg, den ihm im Winter nach einer enttäuschenden ersten Saison mit Ferrari, die zwischenzeitlich sogar Rücktrittsfragen aufwarf, nur noch wenige zugetraut hatten.
Am Sonntag war davon jedoch nichts mehr zu spüren, im Ferrari-Lager herrschte überschwängliche Freude. Nach zuletzt zwei 2. Plätzen in Kanada und Monaco gelang es Hamilton, die in dieser Saison bis dahin ungeschlagenen Mercedes zu schlagen. Mit seinem 106. Grand-Prix-Sieg verbesserte der siebenfache Weltmeister seinen eigenen Rekord in der Formel 1.
Unterschiedliche Reifenstrategie