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Schweiz & Welt

Grossratskommission will eine Uni für Graubünden

Olivier Berger
10.08.2019, 04:30 Uhr
19.05.2026, 12:10 Uhr

Graubünden soll künftig neben einer «hochstehenden und regional verankerten» Schul-, Berufs- und Hochschulbildung auch universitäre Bildung anbieten. Das schreibt die Kommission für Staatspolitik und Strategie in ihrer Botschaft über die «übergeordneten politischen Ziele und Leitsätze» an den Grossen Rat. Die universitäre Bildung im Kanton soll demnach «in Zusammenarbeit mit ausserkantonalen Universitäten» angeboten werden.

Der Präsident nennt Beispiele

«Es ist richtig, wir fordern in unserer Botschaft, dass Graubünden Universitätsstandort wird», erklärte Kommissionspräsident Bruno W. Claus gestern auf Anfrage. Unrealistisch sei dieses Ziel nicht. «Mit Luzern und Tessin sind in den vergangenen Jahren gleich zwei Kantone mit einem universitären Angebot dazugekommen», sagte Claus.

Ein bereits erprobtes Modell

Graubünden habe gute Voraussetzungen dafür, Standort einer Universität oder eines Uni-Ablegers zu werden, glaubt Claus. «In Davos beispielsweise funktioniert die Zusammenarbeit zwischen dort ansässigen Institutionen und der ETH bestens.» Claus ist ausserdem überzeugt, dass ein allfälliger Universitätsstandort im Kanton die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Chur nicht konkurrenzieren würde. «Im Gegenteil, das würde die HTW stärken», sagte er. Die Vorschläge der Kommission bilden die Grundlage für das künftige Regierungsprogramm. Diese wurden mit der Regierung erarbeitet.

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