Grosskonzerne bezahlen die Hälfte der Zürcher Firmensteuern
Eine überschaubare Zahl von grossen Firmen trägt die Zürcher Wirtschaft. Laut dem aktuellen «Wirtschaftsmonitoring» des Kantons sichern die wenigen Grossunternehmen einen Grossteil der Steuern und Arbeitsplätze. KMU profitieren von den Aufträgen der Konzerne.
In der Zürcher Bevölkerung herrscht teils Skepsis gegenüber internationalen Grosskonzernen. Laut einer repräsentativen Umfrage glauben 44 Prozent der Befragten, dass die heimische Wirtschaft auch ohne die grossen Akteure erfolgreich sein könnte.
Die Konzerne werden im städtischen Alltag häufig mit negativen Faktoren wie Dichtestress oder steigenden Mieten assoziiert. Auch die Ansiedlung weiterer Unternehmen wird deshalb infrage gestellt.
Doch der Kanton Zürich widerspricht. Die ökonomische Realität sieht gemäss dem am Dienstag veröffentlichten Zürcher Wirtschaftsmonitoring des Amtes für Wirtschaft anders aus.
Die Zahlen widersprechen dem Bauchgefühl
Die Statistiken zeigen eine starke Konzentration. Weniger als ein Prozent aller Unternehmen im Kanton Zürich sind Grossunternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitenden. Konkret stehen den fast 100'000 Kleinstbetrieben nur gut 600 Grossfirmen gegenüber. Dennoch erarbeiten diese wenigen Akteure rund 42 Prozent der kantonalen Wertschöpfung. Zudem stellen sie fast zwei Fünftel aller Arbeitsplätze in der Region.
Ein wesentlicher Grund für diesen grossen Beitrag liegt in der höheren Produktivität der grossen Firmen. Ein Zürcher Grossunternehmen generiert pro Vollzeitstelle eine durchschnittliche Wertschöpfung von rund 205'000 Franken. Im Vergleich dazu kommen Kleinstunternehmen lediglich auf einen Wert von 139'000 Franken pro Arbeitsplatz. Diese Differenz erklärt sich stark durch die Branchenstruktur, da Grossfirmen besonders in hochproduktiven Sektoren wie dem Finanzwesen, der Industrie oder der Informationsbranche tätig sind.
Wenige Firmen bezahlen Grossteil der Steuern