Biomaterialien-Forschungskongress
Biomaterialien sind medizinische Werkstoffe, die ins Körperinnere eingebracht werden und so über längere Zeit in Kontakt mit dem biologischen Gewebe des Körpers kommen. In der biomedizinischen Forschung und Entwicklung spielen sie eine wichtige Rolle, sei es als abbaubare oder permanente Implantate, zur Verabreichung von Medikamenten mit kontrollierter Freisetzung, oder als Labor-Modelle. Dieses Jahr wird der ESB-Kongress vom AO Research Institute Davos (ARI) organisiert. Hauptorganisator ist Matteo D'Este vom ARI, der mit Unterstützung des ARI-Administrationsteams das lokale Organisationskomitee koordiniert. Das Programm wurde von D'Este in Zusammenarbeit mit Marcy Zenobi-Wong von der ETH Zürich und David Eglin zusammengestellt, der bis 2020 leitender Wissenschaftler am ARI war und nun an der Universität Mines in Saint-Etienne (Frankreich) forscht und lehrt.
Hochkarätige Vorträge
In fünf hochkarätigen Plenarvorträgen demonstrieren renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre neusten Erkenntnisse und Perspektiven für die Zukunft. Des Weiteren werden in 75 Sitzungen insgesamt 61 Themenvorträge gehallten und 236 wissenschaftliche Projekte vorgetragen. Hinzu kommen mehr als 750 Posterpräsentationen. Die Beiträge stammen von Universitäten, Kliniken, Forschungsinstitutionen und Vertretern der Industrie, wobei Delegierte aus mehr als 55 Ländern teilnehmen. Trotz des Namens ESB sind auch zahlreiche Teilnehmende aus Übersee angereist. Die am Kongress diskutierten Themen umfassen das Design von natürlichen und synthetischen Biomaterialien, deren Zusammensetzung, Geometrie, Struktur und Fertigung, die Nachhaltigkeit, Vorteile und möglichen Risiken von Nanomaterialien, um nur einige zu nennen.
Der wissenschaftliche und soziale Austausch ist besonders unter Studierenden und Jungforschenden sehr wertvoll. Es ist deshalb äusserst erfreulich, dass mehr als 300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen, mit grossem Engagement am Kongress mitwirken.