Grossbrand bei Lausanne vollständig unter Kontrolle, Autobahn offen
Ein Grossbrand in einem Recyclingbetrieb in Ecublens VD ist am Samstagabend unter Kontrolle gebracht worden. Er hatte ab Freitagabend den Grossraum Lausanne in Atem gehalten. Ein Triathlon musste abgesagt werden, und die Autobahn nach Genf war längere Zeit gesperrt.
Gegen 18 Uhr war der Brand vollständig unter Kontrolle, wie Florian Cuche, Brandschutzinspektor bei der Kantonalen Versicherungsanstalt (ECA), im Westschweizer Radio und Fernsehen RTS sagte. Es gebe noch Restrauch, aber für die Anwohner bestehe keine Gefahr mehr.
Der Autobahnabschnitt zwischen Ecublens und Morges-Ouest, der mehrere Stunden lang gesperrt war, konnte bereits gegen Samstagmittag teilweise wieder für den Verkehr freigegeben werden.
Ausgebrochen war der Brand am Freitagabend um etwa 19 Uhr. Ausgehend möglicherweise von einer Lithium-Batterie in einem Autowrack gerieten mehrere Altautos in Brand. Trotz des raschen Einsatzes der Feuerwehr breitete sich das Feuer schnell aus und verursachte eine erhebliche Rauchentwicklung. Auch Abfälle, entgiftete Fahrzeuge, Metallmaterialien, Kunststoffe und Schaumstoffe gerieten in Brand.
Die Behörden warnten auf der Alarmierungsplattform Alertswiss des Bundes vor dem Brand. Direkt betroffene Personen sollten möglichst in Gebäuden bleiben sowie Fenster und Türen schliessen. Im Freien werde das Tragen einer FFP2-Maske empfohlen. Zudem sollten körperliche Anstrengungen und Sport im Freien vermieden werden.
Körperliche Aktivitäten vermeiden
Am Samstag sagten die Organisatoren des Lausanne-Triathlons wegen des Brandes den Wettkampf ab. Gesundheit und Sicherheit der Teilnehmenden hätten oberste Priorität. Die Entscheidung sei in Absprache mit den zuständigen Behörden getroffen worden.
«Angesichts der geltenden Gesundheitsempfehlungen und der Notwendigkeit, körperliche Anstrengungen im Freien zu vermeiden sowie die Rettungsdienste nicht zu überlasten, erschien es ratsam, einen Zustrom von mehreren Tausend Menschen in die Region Lausanne zu verhindern», hiess es in der Mitteilung weiter.