Graubünden will früher öffnen
Am Mittwoch haben der Bundespräsident und Wirtschaftsminister Guy Parmelin, Gesundheitsminister Alain Berset und Finanzminister Ueli Maurer über die nächsten Schritte in Bezug auf die Coronakrise informiert. Unter anderem wurde ein Öffnungskonzept vorgeschlagen, das vorsieht, dass ab 1. März Läden, Museen und Zoos wieder öffnen – die Restaurants aber weiter zu bleiben. Damit kann sich der Kanton Graubünden aber nicht anfreunden.
Was in der Schweiz ab 1. März möglich sein soll und was nicht
Wie «srf.ch» schreibt, möchte der Kanton, dass die Restaurants ihre Terrassen bereits ab dem 1. März wieder öffnen dürfen, also einen Monat früher als vorgesehen. Der Regierungsrat Mario Cavigelli sei der Meinung, dass sein Kanton mit den Massentests viel zur Bekämpfung der Pandemie beigetragen habe und dies belohnt werden müsse. So sagt Cavigelli: «Letztlich wird es auf dem Pfad funktionieren müssen, dass der Bund gewisse Kompetenzen wieder zurück an den Kanton gibt und somit die Kantonsautonomie sich entwickeln kann, so wie wir sie uns vorstellen, dass es funktionieren könnte.»
Bundesrat empfindet einheitliche Regelungen als besser
Graubünden ist nicht der einzige Kanton mit eigenen Forderungen. Auch die Regierung von Waadt verlange mehr Autonomie. Konkret wolle die Waadtländer Regierung, dass die Restaurants ab Mitte März wieder öffnen können.
Der Bündner Gewerbeverband teilt ebenfalls die Meinung von Regierungsrat Cavigelli:
Bündner Gewerbeverband will mit Öffnungen für Teststrategie belohnt werden
Der Bundesrat Alain Berset habe für die Forderungen der Kantone nicht wirklich Verständnis. Denn im Herbst hätten solche unterschiedlichen Regelungen in den Kantonen unter anderem zu Wettbewerbsverzerrungen und zu einem Coronatourismus geführt. Auch sei den Fallzahlen damit nicht gedient, schreibt «srf.ch» weiter. Laut Berset braucht es nun schweizweit einheitliche Regelungen, um die Pandemie zu bekämpfen. Die Kantone hätten nun bis zur nächsten Woche Zeit, um ihre Meinung zum Öffnungskonzept zu äussern.