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Schweiz & Welt

Graubünden ist immer mehr gelobtes Land

Olivier Berger
12.07.2019, 04:30 Uhr
19.05.2026, 12:10 Uhr

Wie viele jüdische Gäste die Bündner Destinationen besuchen, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Dies, weil die entsprechenden Statistiken die Religionszugehörigkeit nicht abbilden. Einen Hinweis auf die Entwicklung gibt es aber: die Besuche und die Logiernächtezahlen der grossmehrheitlich jüdischen Gäste aus Israel.

Eine neue starke Gruppe

Ein Blick in die Statistik des Bundes zeigt: Seit dem Jahr 2005 hat sich sowohl die Anzahl der Gäste aus Israel wie auch die durch diese generierten Logiernächte praktisch verdoppelt. Sorgten die israelischen Gäste im Jahr 2005 noch für rund 18 000 Logiernächte, waren es im vergangenen Jahr 37 000.

Besonders stark ist die Zahl der Gäste aus Israel in den vergangenen Jahren angewachsen. Noch im Jahr 2015 waren rund 20 000 Logiernächte verzeichnet worden, ein Jahr später waren es bereits über 27 000. Auch von 2017 auf das vergangene Jahr hin legten die israelischen Gäste um gut 10 000 Übernachtungen zu.

Noch nicht enthalten in diesen Zahlen sind die zahlreichen jüdischen Gäste aus anderen Staaten, insbesondere aus Grossbritannien, den USA und aus Belgien. Zudem mieten besonders jüdische Familien lieber Ferienwohnungen, als in Hotels unterzukommen. Auch diese Gäste sind in den Hotelleriezahlen naturgemäss nicht erfasst.

Bärenpark und Käserei

Verändert hat sich nicht nur die Zahl der jüdischen Gäste, sondern auch deren Freizeitverhalten. «Bei unserem riesigen Gästeprogramm nutzen sie schlicht und einfach alle Aktivitäten», sagt etwa Reto Branschi, CEO der Destination Davos Klosters. Auch das Aroser Angebot wird laut Tourismusdirektor Pascal Jenny rege genutzt. Das gelte «vor allem für jüngere jüdische Gäste und Familien». So habe er erst gestern vier jüdische Familien im Bärenpark gesehen. Bei Branschi wiederum hat sich eine jüdische Familie nach dem Besuch der Schaukäserei bedankt.

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