Golf-Welt wieder in Aufruhr
Diese Woche schaut die Golf-Welt nach Crans-Montana ans Omega European Masters. Aber die Golf-Welt ist wieder in Aufruhr.
Die grösste Tour, die US PGA Tour, beendete am Wochenende mit dem Tour-Finale ihre Saison. Scottie Scheffler, die Weltnummer 1, siegte mit grossem Vorsprung.
Die LIV-Tour, die fünf Jahre lang mit saudischen Moneten der etablierten PGA die Stars abgeworben hat, bestritt eine Woche vorher in Indianapolis womöglich ihr allerletztes Turnier. Weil der offizielle Staatsfonds Saudi-Arabiens im April den Ausstieg bei LIV verkündete, wurden heuer bereits zwei Turniere gestrichen und die Preisgelder reduziert. Ein neuer Investor soll zwar da sein, darf aber nicht genannt werden. Die Mehrheit der Angestellten der LIV-Tour erhielt letzte Woche die Kündigung.
LIV-Tour vor dem Ende
Damit stellt sich die Frage: Was tun die LIV-Profis, wenn es ihre Bonzen-Tour 2027 tatsächlich nicht mehr gibt?
Die US PGA Tour müsste zwar daran interessiert sein, wieder die Topstars unter ihrem Dach zu vereinen. Aber Brian Rolapp, der CEO der US PGA Tour, erklärte am Tour-Finale in Atlanta, dass es im Moment keine Pläne gebe, diese Stars wie Jon Rahm oder Bryson DeChambeau wieder aufzunehmen und zu begnadigen.
Und die DP World Tour (einst European Tour), zu der auch das Omega European Masters in Crans zählt?
LIV-Golfer in Crans
Die DP World Tour bewegt sich zwischen den Fronten. Zum einen ist sie mit der grossen US Tour verbandelt und kann nicht einfach Freipässe für LIV-Rückkehrer ausstellen. Andererseits wäre es zweifellos ein markanter Mehrwert für die Tour, wenn sich Spieler mit hoher Qualität – und sei es nur, weil sie bei der US PGA Tour im Moment nicht unterkommen – für ihre Tour entschieden. Verbürgt ist, dass die DP World Tour direkt mit Agenten von LIV-Profis Kontakt aufgenommen hat.