Heitere Senioren-Golftage
Finanzielles Rückgrat dieser wichtigen Veranstaltung ist seit jeher ein Teil des lokalen Wirtschaftssektors in Form diverser örtlicher Dienstleister. Normalerweise finden die Senioren-Golftage von Montag bis Mittwoch statt. Aufgrund einer Terminkollision mussten die Preise der Ski- und Sporthändler indes vom Mittwoch auf den Donnerstag verlegt werden. Der Qualität der Veranstaltung und der allgegenwärtigen Freude der Truppe konnte dies nichts anhaben. Diverse Senioren waren am Mittwoch, örtlich abschweifend, in Bad Ragaz zu Besuch. Auffallend unterschiedlich präsentierte sich das Alter der Teilnehmenden. Gegen unten gibt es eine Alters-Limite von mindestens 50 Jahren, nach oben, wie im Leben sonst, bleibt es grenzenlos.
«Tee off Challenge»
Bei der Nummer eins der drei Turniere wurde am Montag «aufgeteet» (den Ball zum Abschlag aufs Tee legen). Der Spielmodus lautete «Einzel Stableford». Da es zu einem kleinen Wirrwarr mit dem geplanten Turniersponsor kam, sprang der Golf Club Davos spontan als Gönner ein und besorgte die Preise gleich selbst. So hiess es für dieses Jahr: «Tee off Challenge, supported by Golf Club Davos». Bevor es allerdings zu den Preisen ging, waren Konzentration und langer Atem gefragt. Beides wusste Joachim Langner perfekt zu bündeln. Mit 30 Bruttopunkten vermochte er diese Wertung für sich zu entscheiden. Total kam Joachim auf 75 Schläge – was exakt seinem Alter entspricht. Bloss Zufall oder gutes Omen? Netto triumphierte Claudio Stutz aus Klosters mit sagenhaften 41 Punkten und zwei Zählern Vorsprung auf die Zweitplatzierte Ursula Mettler und drei Punkte auf Helga Dürst als Drittplatzierte.
Seniors Classics
Am zweiten Tag kam es zu den Seniors Classics. Es wurde hier um edle Tropfen gespielt. Aufgewärmt und trinkfest nach der «Tee off Challenge» am Montag, ging es mit 35 Seniorinnen und Senioren motiviert in die nächste Runde. Bei den Damen setzte sich Barbara Lanter mit 18 Bruttopunkten wohlverdient an die Spitze der Bruttoliste. Einen noch erfolgreicheren Tag erwischte Bruno Lang bei den Herren, und zwar mit bewundernswerten 28 Bruttopunkten. Beiden winkte für die bravourösen Runden prickelnder Edel-Champagner. Netto kamen jeweils drei Damen und drei Herren für ihre Runde zu Flaschen-Ehren, deren begehrter Inhalt immer wieder gerne eingegossen wird. Doch es bleibt eine Tatsache, dass sowohl mit als auch ohne entscheidende Punkte die Stimmungsfahne der vergnügten Senioren-Gemeinde weiterhin auf einem Allzeithoch verharrte.