Gespräche zu autofreiem Tag auf dem Berninapass laufen an
Nach den Strassensperrungen für die Motorsportveranstaltung «Bernina Gran Turismo» könnte am Berninapass ein Tag im Zeichen der sanften Mobilität stattfinden. Der Verein Pro Velo Graubünden hat erste Gespräche aufgenommen.
Das bestätigt Simon Wahl, Geschäftsführer von Pro Velo Graubünden, gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Der Verein hat bereits ähnliche Veranstaltungen in Graubünden organisiert. «Derzeit stehen wir noch nicht in direktem Kontakt mit dem Kanton Graubünden, aber wir sind im Gespräch mit den Tourismusorganisationen von Pontresina und Puschlav sowie mit verschiedenen interessierten Gemeinden», so Wahl.
Ziel dieser Sondierungsphase sei es, die Rollen in den Bereichen Kommunikation, logistische Abwicklung der Parkplätze und Einbindung der Velofahrergemeinschaft zu klären. Obwohl noch kein Termin feststehe, sehe der Zeitplan ein entscheidendes Treffen zwischen November und Dezember dieses Jahres vor.
Positive Signale beim Kanton
Der Kanton Graubünden steht dem Ansinnen positiv gegenüber. Im Gespräch mit Keystone-SDA betonte Nina Flühmann, Kommunikationsbeauftragte des kantonalen Tiefbauamts, dass die sanfte Mobilität in den letzten zwanzig Jahren sowohl im Alltag als auch im Tourismusbereich zunehmend an Bedeutung gewonnen habe.
Als Vorbild dient das in Abstimmung mit der Kantonspolizei entwickelte Label «Freipass». Nach dem Erfolg des Events «Slow up» am Albulapass, das bereits zum 20. Mal stattfand, und den jüngsten Veranstaltungen auf den Pässen Flüela, Lukmanier, Splügen und Umbrail zielt das Projekt nun auch auf den Bernina sowie auf den Oberalp und den San Bernardino ab.