Gemeinden stimmen über Rettung des Spitals Samedan GR ab
Am 27. September geht es im Oberengadin GR um die Zukunft des Spitals Samedan. Keystone-SDA hat die wichtigsten Punkte der Vorlagen zusammengefasst.
Worüber die Bevölkerung abstimmt
Die Stimmberechtigten der Oberengadiner Gemeinden müssen über vier Leistungsvereinbarungen entscheiden: mit der Anstalt Sanadura, mit dem Spital Samedan, mit den beiden Altersheimen Du Lac und Promulins sowie mit der Spitex. Die Verträge haben eine Laufzeit von drei Jahren, von 2027 bis 2029. Für das Spital Samedan sind über drei Jahre Kosten von insgesamt 16,9 Millionen Franken vorgesehen. Der Betrag für die Altersheime beläuft sich auf 9,9 Millionen, für die Spitex auf 490'000 Franken. Zusätzlich sind für die Führung der Anstalt Sanadura 1,2 Millionen Franken vorgesehen. Insgesamt beläuft sich das Paket der Vereinbarungen auf knapp 28,5 Millionen Franken.
Wie abgestimmt wird
Die Abstimmung findet in allen Oberengadiner Gemeinden am selben Tag statt, nämlich am Sonntag, den 27. September. Damit die Finanzierung der verschiedenen Vereinbarungen angenommen wird, ist die Zustimmung von mindestens sechs der elf Gemeinden sowie die Mehrheit der abstimmenden Bevölkerung in der Region erforderlich. Jede Vereinbarung hat ihren eigenen Stimmzettel und kann unabhängig von den anderen angenommen werden.
Was bei einem «Nein» passiert
In der Abstimmungsbotschaft heisst es dazu: «Werden die Leistungsvereinbarungen abgelehnt, fehlen der Sanadura die notwendigen finanziellen Mittel, um die vorgesehenen Leistungen sicherzustellen. Damit wäre die Gesundheitsversorgung im Oberengadin erheblich gefährdet.»