Gelungene WM-Hauptprobe für Stefan Küng
Stefan Küng meldet sich nach seinem im Februar erlittenen Oberschenkelbruch definitiv zurück. Der Thurgauer feiert an der Vuelta im Zeitfahren der 18. Etappe seinen zweiten Sieg bei einer Grand Tour.
Auf dem 32,1 km langen Kurs durch Andalusien war Küng 2,27 Sekunden schneller als der zweitplatzierte Brite Callum Thornley. Damit bescherte er dem Schweizer Team Tudor fünf Tage nach der Premiere durch seinen Zimmerkollegen Marco Brenner den zweiten Etappensieg an einer dreiwöchigen Rundfahrt. «Heute stehe zwar ich alleine auf dem Podium, aber dieser Sieg gehört dem gesamten Team», gab der überglückliche Gewinner zu Protokoll.
WM-Zeitfahren in zehn Tagen
Nachdem er beim Auftaktzeitfahren in Monaco als Zwölfter deutlich hinter seinen eigenen Erwartungen geblieben war, gelang Küng bei der Hauptprobe auf das WM-Zeitfahren in Montreal die erhoffte Leistungssteigerung. Dabei ist es alles andere als selbstverständlich, dass der 32-jährige Ostschweizer bereits wieder mit den Besten der Welt mithalten kann.
Erst vor Monatsfrist hatte der zweifache Zeitfahr-Europameister wieder ins internationale Renngeschehen eingegriffen, nachdem seine erste Saison im Team Tudor mit einem schweren Sturz im Februar überhaupt nicht wunschgemäss begonnen hatte. Der im belgischen Eintagesrennen Omloop Het Nieuwsblad erlittene Oberschenkelbruch erforderte eine lange Reha. Bei seinem Comeback an der Polen-Rundfahrt konnte er Anfang August das Schlusszeitfahren gewinnen.
Nun feierte Küng seinen 24. Sieg als Profi, den achten auf Stufe World Tour und den zweiten bei einer Grand Tour, nachdem er vor zwei Jahren ebenfalls an der Vuelta am Schlusstag das Zeitfahren gewonnen hatte.