Für Guerrini ist Geduld statt Angriff angesagt
Ein neues Team, neuer Elan – nach einer missglückten letzten Saison wäre Marcel Guerrini bereit gewesen, wieder anzugreifen. Damit muss der 24-Jährige aus Neuhaus warten, stattdessen muss er sich in Geduld üben. Knieschmerzen haben ihn Anfang Woche zum Entscheid gezwungen, vorerst keine Rennen zu fahren. Die Pause wird sicher bis nach der Schweizer Meisterschaft am 2. Juni dauern. Somit lässt Guerrini auch die beiden ersten Weltcups der neuen Saison aus.
Es sind der innere Oberschenkelmuskel des Quadrizeps und die Knochenhaut, die entzündet sind und für die Beschwerden im linken Knie sorgen. Zudem hat sich Flüssigkeit gebildet. «Auf einer Skala bis zehn ist der Schmerz bei zwei bis drei», erklärt Guerrini, «aber es ist halt ein konstanter, dumpfer Schmerz.» Dieser soll nun vollständig abklingen. Es sei schwierig, vorherzusagen, wie lange dies dauere. «Wenn ich schon pausiere, werde ich so lange warten, bis es wieder 100-prozentig gut ist», so Guerrini.
Ehrgeizig, aber vernünftig
Er weiss, wovon er spricht. Denn erstmals traten die Kniebeschwerden Ende Februar auf – just am Anfang eines dreiwöchigen Trainingslagers in Südafrika. Nach der Heimkehr wurden medizinische Abklärungen gemacht und der Spitzenmountainbiker konnte zuletzt wieder fünf Wochen trainieren, ehe es zum Rückschlag kam.