Task Force verabschiedet Massnahmen
Darin werden die Resultate der Arbeit, der Task Force «Verständigungsprozess in Davos» dargelegt. Dabei wurde im Sinn eines Pilotprojekts ein Massnahmenkatalog verabschiedet, um die Verständigung zwischen der Davoser Bevölkerung und internationalen Gästen zu fördern. Die Task Force sei ins Leben gerufen worden, nachdem es im Sommer 2023 in Davos in Fragen des Alltagsverhaltens mit internationalen Gästen verschiedentlich zu Missverständnissen gekommen sei, wird erklärt. Daraufhin beauftragte die Davos Destinations-Organisation (DDO) Michael Ambühl und Nora Meier von der Zürcher Firma Ambühl Meier Verhandlungsberatung, eine Task Force einzuberufen und zu leiten. Deren Aufgabe war es, auf der Basis einer gründlichen Analyse konkrete Lösungsvorschläge für einen nachhaltigen Ansatz zu erarbeiten. Ambühl und Meier hätten zahlreiche Gespräche mit Einheimischen und Vertretenden von Gästegruppen sowie Rabbinern von jüdisch-orthodoxen Gemeinden geführt, heisst es weiter. In der Task Force vertreten waren Philipp Wilhelm (Landammann), Reto Branschi (Direktor DDO), Ralph Lewin (bis 2.6. Präsident Schweizerischer Israelitischer Gemeindebund, SIG), Jonathan Kreutner (Generalsekretär SIG) und Jehuda Spielman (Gemeinderat Stadt Zürich, Mitglied der jüdisch-orthodoxen Gemeinschaft in Zürich).
Ziel
Das Ziel der Task Force wird wie folgt beschrieben: «Ausgehend vom Ziel, wonach Davos weiterhin ein attraktiver, weltoffener und internationaler Ort der Begegnung und Erholung sein soll, hat die Task Force einen Katalog von zehn konkreten Massnahmen verabschiedet. Diese richten sich an Einheimische, Tourismus-Betriebe und ausländische Gäste sowie interessierte Kreise ausserhalb Davos. Im Zentrum steht der gegenseitige Respekt.» Daraus ergeben sich zehn Massnahmen:
1. Für die Gäste in Davos soll während den Sommerwochen eine zentrale Anlaufstelle geschaffen werden, bei der Informationen und andere Dienstleistungen erhältlich sind. Die Verantwortlichen für den «Hub» arbeiten eng mit der DDO zusammen und können auch die Funktion einer Beratungsstelle bei allfälligen Konfliktfällen oder Missverständnissen einnehmen.
2. Rabbiner werden im Hintergrund eine beratende Rolle einnehmen. Bei Bedarf können sie auch Ansprechpersonen für die DDO sein.