Felssturz ist grösser als angenommen
Zwei Tage nach dem grossen Felssturz am Flüela Wisshorn bei Davos hat das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF mit einer Drohne gemessen, wie viel Gesteinsmaterial niederging. Nun liegen die Ergebnisse dieser Messung vor. Sie zeigen, dass das Ausmass des Felssturzes die ersten Schätzungen übersteigt. Und sie zeigen auch, dass sich die Lawine, welche der Felssturz auslöste, über ein grosses Gebiet erstreckt. Der Lawinenkegel ist nämlich fast zwei Kilometer lang und reicht bis wenige Meter vor die Flüelapass-Strasse.
Route wohl auch im Sommer zu
Die genauen Ursachen für den Felssturz sind noch nicht klar. Vorboten für das Ereignis gab es jedenfalls keine. Das Lawinenforschungsinstitut geht davon aus, dass geologische Prozesse mitverantwortlich sind. Auffällig ist die Anrissstelle am Gipfelhang des Wisshorns: Dort, wo der Fels abrutschte, ist das Gestein nämlich spiegelglatt.
Ereignet hat sich der Felssturz glücklicherweise in der Nacht. Sowohl die Felsbrocken als auch die Lawine haben die bei Tourengängern beliebte Route aufs Flüela Wisshorn verschüttet. Auch der Wanderweg über die Winterlücke zu den Jöriseen führt durchs Felssturzgebiet. Ob er im nächsten Sommer offen ist, ist deshalb fraglich.
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