ETH-Forscherin Nicola Spaldin gilt als Nobelpreis-Favoritin
In gut zwei Wochen werden in Stockholm die Nobelpreise 2026 verkündet. Wer ausgezeichnet wird, ist bis zuletzt streng geheim. Dennoch wird bereits eifrig spekuliert. Auch eine Schweizer Forscherin wird als mögliche Preisträgerin gehandelt.
Auf der am Donnerstag veröffentlichten Liste des britisch-US-amerikanischen Datenkonzerns Clarivate von Forscherinnen und Forschern mit Nobelpreisniveau steht mit Nicola Spaldin eine Professorin der ETH Zürich.
Wer für einen Nobelpreis nominiert ist, bleibt grundsätzlich 50 Jahre lang geheim. Auch über die Beratungen der Komitees dringt nichts nach aussen. Die Preisträger werden erst unmittelbar vor den offiziellen Bekanntgaben informiert. Vorherzusagen, wer einen Preis gewinnen könnte, ist daher schwierig.
Die Liste von nobelpreisverdächtigen Forschenden, die Clarivate alljährlich erstellt, basiert auf der Resonanz, die deren Arbeiten in der Fachwelt gefunden haben – also darauf, wie oft ihre Fachartikel von anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zitiert wurden.
Neuartige Materialien
Die ETH-Forscherin Spaldin wird von Clarivate dabei als nobelpreisverdächtig im Fach Physik gehandelt. Grund dafür sind ihre theoretischen Arbeiten zu sogenannten magnetoelektrischen Multiferroika.
Das sind Materialien, die sich sowohl durch magnetische als auch durch elektrische Felder beeinflussen lassen. Das macht sie interessant für Anwendungen wie energieeffiziente Datenspeicher oder hochpräzise Magnetfeldsensoren. Spaldin legte die theoretischen Grundlagen für diese Materialklasse.