«Es hat uns an die Grenzen des Machbaren gebracht»
5000 Schutzmasken, 150 Liter Desinfektionsmittel, fünf Kilometer Absperrnetz und ein Kilometer Absperrgitter. Die Eckdaten des diesjährigen Langlaufanlasses Tour de Ski haben sich im Vergleich zu den bisherigen Austragungen markant geändert. Die fünfte Durchführung der Tour de Ski im Val Müstair stellte das OK vor besondere Herausforderungen. «Wir hatten zwar keine Zuschauer, doch die Organisation war aufwendiger als sonst», erklärt Guido Mittner, OK-Präsident gegenüber Südostschweiz Online. «Es hat uns an die Grenzen des Machbaren gebracht», heisst es gar in der Medienmitteilung von Montag.
Für die 80 Voluntaris und das OK sei insbesondere die Sicherstellung der Einhaltung der Schutzbestimmungen eine Herausforderung gewesen. Dies gelang unter anderem mit genannten Absperrungen. Glücklicherweise haben sich aber auch alle an die Konzepte gehalten und viel Disziplin gezeigt, wie Mittner mit Zufriedenheit festgestellt.
Eine weitere Herausforderung war die ungeplante Testaktion vor den Rennläufen. «Eigentlich hiess es, dass alle Athleten getestet anreisen, das war aber nicht bei allen der Fall. Deshalb mussten wir noch vor den Rennen 98 Tests durchführen. Diese mussten im Labor in St. Gallen auch noch ausgewertet werden.» Doch auch das habe geklappt.
Kein Problem stellten hingegen die über 400 Tests nach dem letzten Rennen dar, die geplant werden konnten und im Schulhaus durchgeführt wurden. «Jedes Team hatte seinen Slot. Ein Team wartet draussen, ein Team war beim Testen im Schulgebäude und ein drittes Team wartete jeweils draussen auf der hinteren Seite auf die Resultate.» Für die Organisation der Tests sei wertvoll gewesen, dass bereits Mitte Dezember Massentests für die Bevölkerung vor Ort durchgeführt worden seien. So habe auch diese Herkulesaufgabe ohne grosse Zwischenfälle sehr gut funktioniert, so Mittner.