Es geht wieder steil aufwärts
Den erwähnten Bruch hat sich Nunige während eines Laufs im September letzten Jahres zugezogen, wobei die Schwere der Verletzung erst im Nachhinein festgestellt wurde. Dies hatte zur Folge, dass die Spitzenläuferin ihr Wintertraining nur mit geringer Intensität absolvieren konnte. Sie sei viel auf Langlauf- und Tourenskis unterwegs gewesen, erklärt Nunige auf Anfrage. Im März konnte sie das Lauftraining wieder aufnehmen, «aber mir fehlen noch einige Trainingskilometer, um wieder in Höchstform zu kommen», stellt die 49-Jährige fest. Dies hielt sie aber nicht davon ab, kürzlich in Chur ein Mitteldistanzrennen für sich zu entscheiden. Ansonsten konnte Nunige beruflich einen Schritt vorwärts machen und ihre Ausbildung in Mentoring und Mental Coaching erfolgreich abschliessen. Zudem seien Langlauf- und Running-Camps durchgeführt worden. «Es wurde also nie langweilig», stellt Nunige mit einem Schmunzeln fest.
Rennen geniessen und Neues probieren
Sie sei motiviert und habe weiterhin Freude an Training und Wettkämpfen, erklärt die Ultraläuferin. Sie müsse aber auch auf ihren Körper achten und vorsichtig sein. «Ich will mir Zeit lassen und geduldig sein, doch das ist manchmal gar nicht so einfach.» Sie sieht ihr Alter als die eine Herausforderung, und die andere sei die Tatsache, dass 30 Jahre Spitzensport ihre Spuren hinterlassen hätten. Sie freue sich aber auf die kommenden Herausforderungen. So wird sie Mitte Juli den Zugspitz-Ultratrail in Deutschland bestreiten. Betreffend «Davos X-Trails» sieht die Situation so aus, dass Nunige zwar im OK Einsitz hat, jedoch nicht auf der Langstrecke (68 Kilometer) unterwegs sein wird. «Die Heilung meiner Verletzung hat halt länger gedauert», erklärt sie. Dafür möchte sie im August nochmals den Ultratrail Mont Blanc absolvieren, und als Fernziel lockt im November die Teilnahme am Ultratrail Capetown in Südafrika.