Erste Erfolge im Kampf gegen invasive Ameise in Kreuzlingen TG
Die Stadt Kreuzlingen hat in den vergangenen Wochen die invasive Ameisenart Tapinoma magnum bekämpft, die grosse Schäden an der Infrastruktur verursachen kann. Die erste Phase verlief erfolgreich, wie Stadtrat Ernst Zülle im Interview erklärt. Dennoch bleibt viel Arbeit, um die invasive Art definitiv loszuwerden.
In Kreuzlingen hat sich eine Superkolonie der Grossen Drüsenameise, Tapinoma magnum, ausgebreitet. Aufgetreten ist die aus dem Mittelmeerraum stammende, invasive Art auf dem Gelände einer ehemaligen Gärtnerei, einem Sportplatz sowie bei angrenzenden Ein- und Mehrfamilienhäusern. Die Stadt begann noch im Frühling mit einer grossen Vernichtungsaktion. Stadtrat Ernst Zülle (Mitte, Vorsteher Departement Bau) zog kürzlich an einer Medienkonferenz eine erste Bilanz und sprach im Interview mit Keystone-SDA über die Vernichtungsaktion.
Im März informierte die Stadt Kreuzlingen darüber, dass sich die invasive Ameisenart Tapinoma magnum auf einer Fläche von rund fünf Fussballfeldern ausgebreitet hat und dass diese Ameisenart bekämpft werden muss. Was ist der aktuelle Stand?
Ernst Zülle: Wir haben auf 3,8 Hektar etwa 150 Nester entdeckt. Auf einer grösseren Baustelle bei einer früheren Gärtnerei haben wir am meisten Nester festgestellt, wobei wir nicht genau wissen, wo der Befall mit den Ameisen seinen Ursprung hat. Die Tiere sind in den vergangenen Monaten auf verschiedene Arten bekämpft worden und wir haben Erfolge erzielt. Rund 80 Prozent der Nester konnten zerstört werden. Aktuell haben wir noch rund 30 Nester.
Was passiert mit den Nestern, die noch vorhanden sind?
Das ist jetzt mal ein erster Zwischenstand, aber die ganze Bekämpfung dauert bis etwa in den Oktober. Dann werden sich die Ameisen in den Untergrund zurückziehen. Das heisst, wir haben bis im Oktober Zeit, die übrigen Nester auch noch zu eliminieren. Das Gute ist, dass wir jetzt wissen, wo sich die Nester befinden.
Und dann ist das Problem mit den invasiven Ameisen gelöst?