Ersatz für die geschlossene Regionalstelle in Uznach wird gesucht
Ist die kinder- und jugendpsychiatrische Versorgung nach der Schliessung der Regionalstelle Uznach noch überall gewährleistet? In einem Vorstoss aus dem St. Galler Kantonsrat werden dazu Auskünfte verlangt. Die Regierung erklärt, es werde nach Alternativen gesucht.
In einem von allen vier Fraktionen gemeinsam eingereichten Vorstoss werden Auskünfte zur angekündigten Schliessung der Regionalstelle Uznach durch die Stiftung Kinder- und Jugendpsychiatrie St. Gallen (KJPSG) verlangt.
Es gebe für die Stiftung einen Leistungsauftrag, der beinhalte, dass die wohnortnahe ambulante Versorgung sichergestellt werden müsse, heisst es in der am Dienstag im Rat für dringlich erklärten Interpellation. Als Standorte würden Heerbrugg, Sargans, Wattwil, Wil und Uznach aufgeführt.
Mit grosser Sorge werde deshalb von der Schliessung der Regionalstelle in Uznach Kenntnis genommen. Gerade für Kinder und Jugendliche mit psychischen Belastungen sei ein niederschwelliger und möglichst wohnortnaher Zugang «von zentraler Bedeutung».
Die Regierung erklärt in ihrer am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme, von 2020 bis 2025 seien deshalb die Beiträge an die ambulanten Leistungen der KJPSG um rund die Hälfte erhöht worden. Die psychische Belastung insbesondere von Kindern und Jugendlichen nehme zu.
Grosser Fachkräftemangel
Schweizweit gebe es in der Kinder- und Jugendpsychiatrie einen akuten Fachkräftemangel. Die Aufrechterhaltung von Behandlungsteams in ländlichen Gebieten oder in Regionen mit hohem ausserkantonalen Konkurrenzdruck «ist damit sehr herausfordernd».