Embolos Sperre und Widmers Rücktritt bieten Einsatzchancen
Im Sommer waren sie zusammen in den Ferien, nun sind Winsley Boteli und Sascha Britschgi die Neulinge im Nationalteam. Die beiden 20-Jährigen könnten von Beginn an eine grössere Rolle spielen.
Die Zeit nach einer Endrunde nutzt Nationaltrainer Murat Yakin auch immer dazu, neue Spieler zu testen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es nicht so einfach ist, im Nationalteam Fuss zu fassen. Die Gegenthese bilden Spieler wie Johan Manzambi, die sich innert kurzer Zeit fast unverzichtbar gemacht haben.
Genau darauf hoffen Winsley Boteli und Sascha Britschgi, die beiden Neulinge im Nationalteam. Gerade erst 20 Jahre alt geworden, haben die beiden bei Yakin bereits Eindruck gemacht. Boteli, indem er die Avancen des Fussballverbands der DR Kongo ablehnte und sich klar zum Schweizer Nationalteam bekannte. Bei Britschgi war es ein Anruf, den Yakin so schnell nicht mehr vergessen wird.
Wenn er Spieler erstmals fürs Nationalteam aufbietet, ist auch er gespannt auf deren Reaktion. Die von Sascha Britschgi ist ihm besonders geblieben. Denn es kam nicht etwa Jubel, sondern ... nichts. «Er war knapp eine Minute einfach still», erzählt Yakin. Dass der überwältigte Verteidiger fast keine Worte mehr fand, empfand der Trainer als «sehr herrlich». Es sei schön, solche Momente zu erleben.
Nur drei Spiele für Luzern
Klar, dass Britschgi an der Pressekonferenz in Belek auf das Telefongespräch angesprochen wurde. Er habe einfach nur «Wow» gedacht, sagt er. «Ich musste zuerst realisieren, was hier gerade passiert.» Tatsächlich ist bei ihm alles so schnell gegangen, dass man rasch den Überblick verlieren könnte.