Eine halbe Million und viel Prominenz für Servette Chênois
Die Spielerinnen von Servette Chênois starten am Mittwoch in ihre zweite Champions League. Gleich zu Beginn der Ligaphase gastiert im Stade de Genève der Rekordsieger OL Lyonnes.
In der Meisterschaft ist Servette Chênois, der Double-Gewinner der letzten Saison, wieder gut auf Kurs und führt die Women's Super League nach sieben Runden an. In der Champions League nehmen die Genferinnen die Rolle des krassen Aussenseiters ein. Erst zum zweiten Mal nach 2021 stehen sie im Kreis der allerbesten Europas.
Mit vier Siegen in der Qualifikation ebnete sich das Team von Trainer Cristian Toro souverän den Weg in die Ligaphase, die nur halb so viele Teams umfasst wie jene der Männer. 18 Topklubs kämpfen an sechs Spieltagen um das Weiterkommen. Die ersten vier schaffen es direkt in die Viertelfinals, die nächsten acht bestreiten Playoffs um den Einzug unter die letzten acht.
Vor fünf Jahren punktelos
Dass Servette Chênois sich in die Top 12 spielt, ist nicht zu erwarten. Noch ist der Graben zwischen Vertretern aus der Schweiz und jenen aus den europäischen Topnationen zu gross, um ernsthaft die K.o.-Phase anzustreben. Vor fünf Jahren beendete Servette Chênois die damalige Gruppenphase gegen Wolfsburg, Juventus Turin und Chelsea ohne Punkte und mit einem Torverhältnis von 0:23.
Diesmal stehen die Chancen auf Punkte besser. In die Partien gegen den dänischen Meister HB Köge, die Belgierinnen von OH Leuven, die AS Roma oder Paris FC gehen die 46-fache Schweizer Nationalspielerin Meriame Terchoun und ihre Kolleginnen nicht ohne Chancen. Bloss der FC Barcelona, am 19. November auswärts der vorletzte Gegner, und OL Lyonnes, am Mittwoch der erste Widersacher, sind voraussichtlich übermächtig.