Eine Brücke als Treffpunkt könnte die Stadtteile neu verbinden
Sie wünschen sich «eine attraktive und mutige Stadtentwicklung» – und zeigen gleich, wie eine solche aussehen könnte: Vorstandsmitglieder des Architekturforums Obersee (AFO), einer Vereinigung von rund 60 Architekten aus der Region, legen dem Stadtrat und der Bevölkerung eine Zukunftsvision für Rapperswil-Jona vor. In einer am Donnerstagabend verschickten Mitteilung präsentieren sie ihre Idee eines Stadtbogens: eine Brücke, die sich über die Bahngleise von Rapperswil zieht, gedacht für den Langsamverkehr. Hier könnten sich Fussgänger und Velofahrer treffen, begegnen und austauschen. Ein Blickfang zweifellos. Was steckt dahinter?
«Kein Verkehrsprojekt»
Die Vision «Stadtbogen» haben die Vorstandsmitglieder während der Lockdownzeit ins Leben gerufen, berichtet das Architektenkollektiv des AFO. Die Idee entstand, als physische Treffen und Öffentlichkeitsarbeit wegfielen. In dieser Zeit – und pünktlich zum 25-Jahr-Jubiläum des Forums – entwarf der Vorstand eine «städtebauliche Vision rund um die Vernetzung des Langsamverkehrs zwischen den Stadtteilen», wie es in der Mitteilung heisst. «Unsere Aufgabe ist es, den öffentlichen Raum erlebbar zu machen und zu fördern», heisst es seitens des AFO. Beim Stadtbogen handle es sich nicht um ein Verkehrsprojekt, auch wenn der Langsamverkehr davon profitieren würde. Das Augenmerk liege vielmehr auf der Stadtentwicklung. Den Stadtraum aufzuwerten, in dem sich die Bevölkerung bewegt, das hat sich das Forum auf die Fahne geschrieben.