Ein Spanier macht die Schweizer fit
Er agiert im Hintergrund und will den Schweizer Nationalspielern das Rüstzeug für den WM-Titel geben: Der Spanier Eduardo Parra Garcia überwacht im Team von Murat Yakin die Athletik.
Seit 2023 ist Eduardo Parra Garcia, der 46-jährige Galizier, hauptverantwortlich für den Bereich «Performance» im Schweizer Nationalteam. Der gelernte Fitnesscoach überwacht den Fitnesszustand der 26 Schweizer WM-Spieler und hat damit ein Auge auf fast alles, was die Leistungen beeinflussen kann.
«Es geht nicht mehr nur darum, das Potenzial durch das Analysieren der Daten zu verstehen», erklärt «Edu» im Schweizer WM-Camp in San Diego. «Heute haben wir einen viel umfassenderen Überblick: Schlaf, Erholung, Nahrung, Medikation – nichts wird ausser Acht gelassen.»
Während der Saison ist Eduardo Parra Garcia über den Fitnesszustand der Schweizer Internationalen durch die Daten auf dem Laufenden, die ihm die Klubs zusenden. Er kannte ihre physische Verfassung also noch bevor sie im ersten WM-Camp in St. Gallen einliefen.
«Jeder der 26 Spieler befindet sich in einer anderen Situation. Einige kommen von schweren Verletzungen zurück (Zeki Amdouni), andere hatten eine Saison mit vielen Spielen mit fast 4000 Minuten (Manuel Akanji und Johan Manzambi), andere haben weniger als 1000 Spielminuten in den Beinen (Ardon Jashari)», erklärt der Fitnessguru die Ausgangslage.
Der eindrückliche Leistungsausweis
26 verschiedenen Spieler. Auf diese scheinbar banale Feststellung legt Eduardo Parra Garcia Wert, während er an einer ausführlichen Medienkonferenz seine Funktion erklärt. Die Leidenschaft für das Thema ist ihm anzumerken: «Entschuldigung für die etwas langen Antworten, aber ich versuche, das Ganze interessant darzustellen.»
Die 26 verschiedenen Organismen machen es unmöglich, alle zu einem gleichen Zeitpunkt auf den Leistungshöhepunkt zu bringen. «Das Ziel ist es vielmehr, dass jeder an jedem einzelnen Tag sein Maximum geben kann. Und wir hoffen, dies bis am 19. Juli beibehalten zu können.»