Ein Quartier ist fassungslos: Katze Kitty bestialisch getötet
Peter Zurbuchen* ist erschüttert. Am Mittwochmorgen klingelt es an seiner Haustüre. Es ist sein Nachbar. Im ruhigen Hanfländerquartier in Rapperswil-Jona kennt man sich noch. Er hat eine traurige Nachricht: «Eure Katze Kitty liegt tot in Eurem Garten.» Zurbuchen geht mit ihm zur Fundstelle und ist schockiert. «Jemand hat ihr ein Auge ausgestochen und den Schwanz abgeschnitten», sagt der Vater dreier Kinder. Später wird sich zeigen: Zuvor wurde ihr der Schädel zertrümmert. «Ich dachte sofort, das war kein Unfall oder ein wildes Tier, das dies angerichtet hat.» Und damit sollte er recht behalten. Ein befreundeter Jäger habe ihm später gesagt, dass das kein Wildtier gewesen sein könne. Um Klarheit zu erhalten, brachte Zurbuchen die tote Katze zum Tierarzt.
Verletzungen nicht von Auto
Dort erhält er Gewissheit. Felizian Kuster von der Tierpraxis Farnenbüel hat den Kadaver des Tiers untersucht. Er sagt: «Das war weder ein Auto noch sonst ein Unfall.» Der Schwanz sei am Ansatz zum Rücken mit einem scharfen Gegenstand abgetrennt und ein Auge sei herausgeschnitten worden. «Es gab kein Blut, lediglich beim Ohr der Katze.» Das deute auf einen Schädelbruch hin. «Vermutlich hat sie jemand erschlagen, von einem Auto oder einem Sturz können die Verletzungen nicht herrühren», ist Kuster überzeugt.
Ein kleiner Trost sei, dass die Katze wohl bereits tot war, bevor ihr die weiteren Verletzungen zugefügt wurden.
Katzen gehören zur Familie
Katzen gehören bei den Zurbuchens seit Jahren zur Familie. «Kitty hatten wir 13 Jahre», sagt Peter Zurbuchen und kämpft mit den Tränen. Die andere Katze, Whisky, sei wohlbehalten zuhause. Die Kinder, vor allem der jüngste Sohn, sei vernarrt gewesen in Kitty. Sie habe sich meistens bei ihm im Zimmer aufgehalten, wenn sie zuhause war. Auch am Dienstagabend. Um etwa 23 Uhr sei Kitty noch in seinem Zimmer gewesen und habe es sich auf der Bettdecke gemütlich gemacht. «In der Nacht war sie meistens unterwegs.»
Was in der Nacht dann passiert ist, ist nicht bekannt. Zurbuchen hat Anzeige erstattet, wie der Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen, Gian Andrea Rezzoli, auf Anfrage bestätigt. Diese ermittelt nun und hofft, dass es Hinweise aus der Bevölkerung geben wird. Es sei grundsätzlich richtig, die Polizei anzurufen, wenn in einem Quartier verdächtige Beobachtungen gemacht würden.