Grosse Arbeit für neuneinhalb Minuten Show
Für die gut neun Minuten dauernde Show betrieb die Crew im Vorfeld einigen Aufwand.
In vielen Regionen ist Feuerwerk nicht mehr das Mittel zum Zweck, um schöne Effekte an den Nachthimmel zu zaubern. Im Laufe der vergangenen Monate und Jahre wurden neue, umweltfreundlichere und weniger lärmige Alternativen entdeckt, die gleichermassen Spass machen können: Laser- oder eben Drohnenshows. Auf letztere aufgesprungen sind heuer die Verantwortlichen von Davos Nordic. Während des Aufenthalts der Tour de Ski in Davos wurde am Mittwochabend unmittelbar nach der Siegerehrung eine knapp zehnminütige Drohnenshow mit vielen speziellen Effekten gezeigt, die beim Publikum immer wieder Szenenapplaus auslösten.
Mehrstündige Vorbereitung
Die Vorbereitungen beginnen laut «comaerials»-Chef Markus Stocker jedoch bereits in Beromünster selber. Die Farb- und Lichteffekte werden am Computer vorbereitet. Gemacht werde das mit verschiedenen Hilfsmitteln und speziellen Programm en, wie Stocker auf Anfrage erklärt. Insgesamt würden vier Simulationen durchgeführt, in denen Geschwindigkeiten, Distanzen zwischen den Drohnen sowie Audioeffekte geprüft würden. Mit den Vorbereitungen für die Show hatte das Luzerner Team jedoch bereits am Mittwochmittag begonnen. Zunächst war vor allem Schlepparbeit angesagt, denn die mehrköpfige Equipe reiste mit nicht weniger als 60 Drohnen an, von denen 50 für die Show benötigt wurden und der Rest als Ersatz dienen sollte. Danach ging es ans Kalibrieren der Drohnen, was direkt am Standort an der Bedrastrasse 6 in Davos Dorf geschah. «Das Programm wird erst zu den Drohnen geschickt, wenn diese platziert worden sind», so Stocker. Die Flugkörper wurden vom Boden aus mittels GPS gelenkt und deren Kurs gegebenenfalls korrigiert. «Es können Abweichungen entstehen, die sich allerdings im Bereich von wenigen Zentimetern bewegen.»