Drei Tote nach Schüssen an Schule auf den Philippinen
Bei einem Schusswaffenangriff an einer Schule in der philippinischen Provinz South Cotabato sind mindestens drei Schüler getötet worden.
Mehrere weitere Schüler seien zum Teil schwer verletzt worden, teilte die Polizei mit – eine genaue Zahl lag zunächst nicht vor. Das Sozialministerium (DSWD) hatte zunächst von sechs Toten und 17 Verletzten berichtet, diese Zahlen aber später korrigiert.
Unter den Toten sei auch der jugendliche Angreifer, der sich selbst das Leben genommen habe, zitierte die Zeitung «Inquirer» den Gouverneur Reynaldo Tamayo Jr., der von mindestens sechs Verletzten sprach. Diese seien in verschiedene Spitäler gebracht worden. Andere Quellen berichteten von acht Verletzten.
Pistole des Vaters als Tatwaffe
Nach Angaben von Tamayo Jr. identifizierte die Polizei den mutmasslichen Schützen als Schüler der neunten Klasse. Der Jugendliche habe auf seine Mitschüler geschossen und sich anschliessend selbst mit einem Schuss in den Kopf getötet.
Nach Polizeiangaben wurden am Tatort 13 abgeschossene Patronenhülsen und zwei Magazine sichergestellt. Laut dem Bürgermeister der Gemeinde Banga, Albert Palencia, war der Schütze 16 Jahre alt. Er sei von anderen als intelligent und sportlich beschrieben worden; allerdings hätten zuletzt schlechte Noten seiner Stimmung zugesetzt, sagte Palencia einem örtlichen Radiosender.
Der Jugendliche soll zudem einer «True Crime Community» angehört haben – einer Online-Gruppe, die sich für Gewaltverbrechen interessiert.
Als Tatwaffe soll er eine Pistole seines Vaters benutzt haben. Der Vater ist demnach Mitglied eines örtlichen Schützenvereins. Zum Motiv war bisher nichts bekannt.