Donald Trumps Schwierigkeiten zum 80. Geburtstag
Bevor er via Genf an den G7-Gipfel nach Evian reist, feiert Donald Trump heute Sonntag seinen 80. Geburtstag. Eine pompöse Feier überdeckt die Probleme, mit denen der US-Präsident derzeit zu kämpfen hat.
Was ist mit Donald Trump los? In den Wochen vor seinem 80. Geburtstag verhielt sich der US-Präsident auffällig – auffällig ruhig. In seiner zweiten Amtszeit war der Terminkalender des Weissen Hauses bislang zugekleistert mit öffentlichen Auftritten, bei denen er lange in die Kameras und Mikrofone spricht und in Monologe abschweift. Doch derzeit passiert im Weissen Haus viel hinter verschlossenen Türen.
Für den US-Präsidenten läuft es nicht gut: Der Berg an Problemen wächst. Dabei soll der Geburtstag heute ein Fest der Superlative für ihn werden, samt Käfigkämpfen vor dem Weissen Haus. Entgleitet Trump die Macht?
Keine neuen Kriege war Trumps Motto
Der Republikaner wollte seit Beginn seiner Amtszeit vor rund eineinhalb Jahren als Friedenspräsident in die Geschichtsbücher eingehen. Er sah sich schon mit dem Friedensnobelpreis geschmückt. Keine neuen Kriege war 2024 ein zentrales Motto seiner Kampagne, mit dem er Anhänger der «Make America Great Again»-Bewegung (MAGA) um sich scharte.
Jetzt spricht Trump anders. Jüngst bestritt er, versprochen zu haben, keine neuen Konflikte ausserhalb der USA zu entfachen. Frieden durch Stärke heisst das Motto im Pentagon, das Trump in Kriegsministerium umbenennen liess. Trumps Kurs wirkt an vielen Stellen erratisch.
An der Vermittlerrolle der USA im Ukraine-Krieg scheint sich der US-Präsident mittlerweile die Zähne auszubeissen. Im Wahlkampf hatte er betont, er könne das Gemetzel binnen eines Tages beenden. Doch um den Ukraine-Krieg geht es im Oval Office schon lange nicht mehr. Denn Trump steckt mitten in einem eigenen Krieg.
Kommt der Iran-Deal?
Trump schaffte es bisher nicht, den Knoten beim Iran-Krieg zu durchschlagen. Am 28. Februar begannen die USA und Israel die Kämpfe. Seitdem betonte der Republikaner die militärischen Erfolge, doch die strategische Blockierung von Schiffen in der Strasse von Hormus durch den Iran brachte ihn in grosse Not. Er fragte sogar bei Nato-Verbündeten um Hilfe für die Sicherung der für den Ölhandel wichtigen Meerenge an – doch sein Drängen brachte nicht den gewünschten Erfolg.