Sport-Gymnasium feiert Abschluss
Es ist die Zeit des Jahres, in der die Abendgarderobe wieder mal aus dem Schrank geholt wird. Junge Erwachsene brezeln sich auf, setzen sich in eine Aula oder ähnliches und nehmen ihr wohlverdientes Diplom in Empfang. Familien und Freunde warten geduldig, bis der Name aufgerufen wird, die Person mit einem leicht verlegenen Lächeln auf die Bühne tritt, die Hand des Rektors schüttelt und ihr Zeugnis entgegennimmt. Für 28 Schülerinnen und Schüler des Sport-Gymnasiums SSGD war dieser spezielle Abend am Freitag nach Jahren des Büffelns endlich gekommen.
Marc Berthod richtete die ersten Worte der Feier an die Eltern der Abschlussenten. «Schön, holt ihr eure Kinder wieder ab. Nein, wir haben die Pubertätsphase gerne mit euren Kindern durchgemacht.» Es ist der Beginn einer gut geplanten, lockeren und ansprechenden Abschlusszeremonie. Als erster Gast kommt der Bündner Regierungsratspräsident Jon Domenic Parolini auf die Bühne. Er unterstreicht die Wichtigkeit des Sport-Gymnasiums: «Diese Bildungseinrichtung verbindet zwei sehr wichtige Dinge in unserem Kanton: die Bildung und den Sport.» Man sei stolz, Schulen wie das Sportgymnasium in Graubünden anbieten zu können, und von kantonaler Ebene aus zu unterstützen. Weiter unterstreicht er die Wichtigkeit der Vereine. Als Letztes gehen noch Worte der Gratulation an die Absolventinnen und Absolventen. Christian Hew, Stiftungsratspräsident der Stiftung Sport-Gymnasium Davos, schliesst sich der Meinung von Parolini an und fügt hinzu, dass der Betrieb der Schule auf langfristige Sicht garantiert werden könne.
Als letzte Interviewpartnerin holt Berthod die Schülerin Seraina Schacht auf die Bühne. Im lockeren Gespräch rekapituliert sie die letzten Jahre: «Besonders gefallen hat mir der Zusammenhalt und die vielen Freundschaften, die entstanden sind. Mir wird vor allem das gute Klima am Gymi in Erinnerung bleiben.»
Der beste Abschluss der Geschichte
Anschliessend an ein Video, welches die Schüler in Ausübung ihres Sportes zeigt, hält Prorektor Reto Grond seine Rede. Er nimmt die Anwesenden mit in einem metaphorischen Zug, in welchen die Absolvierenden vor Jahren eingestiegen sind und welcher jetzt am nächsten Bahnhof angekommen sei. Mit dem Ticket, welches die Schülerinnen und Schüler nun erhalten, können sie in den nächsten Zug umsteigen. Natürlich spielt er damit auf die verschiedenen Pläne nach der erfolgreichen Matura an. Viele werden dem Sport erhalten bleiben, andere den akademischen Weg einschlagen und weitere zunächst den Militärdienst absolvieren. Natürlich ehrt die Schule auch die jungen Erwachsenen mit den besten Abschlüssen. Nicolas Schütz wird für den besten EFZ-Abschluss ausgezeichnet. Das mit Abstand beste Zeugnis hat Anna Madlaina Dosch. Von dreizehn Vergebenen erreicht sie bei elf die Höchstnote. Insgesamt kommt sie so auf einen Durchschnitt von 5.9. Dies ist der beste Abschluss in der Geschichte des Sport-Gymnasiums.