Dieser neue Schriftzug sorgt für Knatsch
Die Mitglieder der Facebook-Gruppe «Chur, mon amour» konnten es kaum fassen. «Es ist zum Heulen ...» – «Das gits jo nid!» – «As wird kai Ruah geh bis alles Schöna, Alta wäg isch.» – «Sonst hat der Denkmalschutz auch überall seine Finger drin.» – «Alles wird verhunzt!» – «So a Sauerei!».
Grund für ihre Aufregung war ein Foto, das am Dienstagnachmittag auf Facebook geteilt wurde. Auf dem Bild sieht man, wie die Buchstaben des Schriftzugs «Post und Telegraf» an der Fassade des ehemaligen Churer Postgebäudes abmontiert werden, wo vor gut einem halben Jahr die Stadtbibliothek eingezogen ist.
Der Vorher/Nachher-Vergleich. BILDER YANIK BÜRKLI/OLIVIA ITEM
Von «Telegraph» zu «Bibliothek»
Aber die empörten Face-Book-User dürfen aufatmen: Die goldenen Lettern sind nicht alle verschwunden und wurden auch nicht wie befürchtet mit Leuchtreklamen ersetzt. Das Wort «Telegrafi» wurde lediglich durch «Bibliothek» ersetzt. Und zwar gemäss den denkmalpflegerischen Auflagen, «dass Schriftbild, Materialisierung und Art der Befestigung vom historischen Bestand zu übernehmen sind».