Die Tektonikarena Sardona überholt den Nationalpark
Etwa 100 000 Gäste sind im letzten Sommer insgesamt auf sechs verschiedenen Wegen in der oder rund um die Tektonikarena Sardona unterwegs gewesen. Das zeigt ein Besuchermonitoring, das im Perimeter des UNESCO-Welterbes von der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften durchgeführt wurde – von Juni bis Oktober 2018. Nun wurden die Daten aus diesem Pilotprojekt ausgewertet und in einem Bericht zusammengefasst, «rechtzeitig zum Start der Wandersaison», wie in der gestrigen Medienmitteilung steht.
Die Auswertungen liefern interessante Ergebnisse über das Besucherverhalten und erstmals fundierte Besucherzahlen für die Tektonikarena. Laut diesen erfassten die sechs Zählgeräte während des Monitorings insgesamt 101 000 Besuchende. «Das ist eine sehr hohe Zahl», steht in der Mitteilung, «höher als bei vergleichbaren Erhebungen im schweizerischen Nationalpark (80 000) oder im Aletschwald (57 000)». 2018 sei aber auch ein «Traumsommer» gewesen. Und dass das Wetter «einer der wichtigsten Einflussfaktoren» sei, räumt auch der Geschäftsführer der Interessengemeinschaft Tektonikarena Sardona ein (siehe «Sieben Fragen an Harry Keel»).
Grosse Gebietsunterschiede
«Die Unterschiede zwischen den einzelnen Standorten im Welterbegebiet waren sehr gross», heisst es in der Mitteilung weiter. Ausgewählt wurden die folgenden Orte mit den entsprechenden Zählergebnissen:
- Wildseeluggen auf der Fünf-Seen-Wanderung im Pizolgebiet, über 45 000 Leute;
- der untere Segnesboden nahe der Segneshütte, fast 25 000;
- der Wanderweg bei Calanshüttli im Spitzmeilengebiet bei Flumserberg, rund 20 000;
- der Sardona-Welterbe-Weg oberhalb Weisstannen;
- Raminer Stäfeli oberhalb Elm;
- der Mülibach Oberstafel bei Engi
Zu den letzten drei Standorten steht in der Mitteilung nur, dass sie gegenüber den ersten drei «mit wenigen Tausend Zählungen» deutlich abgefallen seien. Zum Messpunkt auf der Fünf-Seen-Wanderung gibt es dafür noch eine ganz genaue Zahl: «Der 9. September 2018 weist mit 1751 Zählungen den Spitzenwert auf.»