Die meisten «Sesseli» bleiben leer
Der corona-bedingte Shutdown dauerte für sie am längsten: Nach fast drei Monaten Stillstand durften am vergangenen Wochenende nun auch die regionalen Badis, Bergbahnen, Kinos, Kleinbühnen, Schiffe, Theater und der Kinderzoo wieder den Betrieb aufnehmen. Die Wiedereröffnung verlief allerdings nicht überall gleich erfolgreich. Da und dort hielt sich der Publikumsaufmarsch noch in Grenzen, wie eine Umfrage in der Region zeigt.
Das lag laut Roger Meier, Geschäftsführer der Sportbahnen Atzmännig AG, vor allem am regnerischen Wetter, welches am Wochenende vorgeherrscht hatte.
Während des Lockdown schien während vielen Wochen meist die Sonne, aber ausgerechnet zum Neustart war es grau und nass.»
Trotz der etwas besseren Witterung am Samstag, seien die Leute nur spärlich in den Freizeitpark gekommen. So sei auch die geöffnete Rodelbahn nicht gross genutzt worden.
Nicht nur die Ausflügler, auch die Wanderer blieben mehrheitlich aus. An Spitzentagen befördere die Sesselbahn bis zu 3000 Personen, am Samstag hätten sie gerade mal um die 100 Fahrgäste gezählt, erklärt Meier. Entsprechend einfach sei es gewesen, die Schutzmassnahmen einzuhalten.
Nur rund 50 Fahrgäste
Nicht besser als den Sportbahnen im Atzmännig erging es zum Saisonstart jenen in Amden. «Der Samstag war zwar noch überraschend gut», sagt Thomas Exposito, Geschäftsführer von Amden & Weesen Tourismus. Vom Betriebsleiter der Sportbahnen wisse er, dass am Samstag rund 50 Personen mit der Sesselbahn Mattstock transportiert worden seien.
Der Sonntag fiel dann aber ganz ins Wasser. Bis Mittag ist die Bahn gemäss Exposito noch gelaufen. Am Nachmittag wurde der Betrieb dann eingestellt. Kein einziger Fahrgast wollte bei diesem Regenwetter Richtung Mattstock. Wenigstens konnte das Bahnpersonal die beiden Tage für Schulungen rund um die Corona-Schutzmassnahmen nutzen.