Die Glühwürmchen leuchten wieder
Die Glühwürmchen-Saison in der Schweiz beginnt. Naturschutzorganisationen und Forschungsprojekte rufen derzeit dazu auf, Sichtungen der Leuchtkäfer zu melden. Das Leuchtspektakel der Insekten ist jeweils nur während weniger Wochen zu beobachten.
Wo die Tiere zu finden sind, warum sie leuchten und weshalb sie vielerorts seltener geworden sind:
WARUM LEUCHTEN GLÜHWÜRMCHEN?
Das Leuchten dient der Partnersuche. Beim in der Deutschschweiz häufigsten Grossen Glühwürmchen (Lampyris noctiluca) sitzen die flugunfähigen Weibchen am Boden und senden grünlich-gelbe Lichtsignale aus. Die Männchen fliegen umher und suchen nach den leuchtenden Weibchen. Die Paarungszeit fällt in die Zeit zwischen Juni und Juli. In tieferen Lagen beginnt die Leuchtperiode meist Mitte Juni, in höheren Lagen oft erst im Juli.
Die erwachsenen Tiere sind nur während etwa zwei bis vier Wochen aktiv. Nachdem sie einen Partner gefunden haben, paaren sie sich und legen Eier ab. Danach sterben sie.
WAS MACHEN GLÜHWÜRMCHEN, WENN SIE GERADE NICHT LEUCHTEN?
Die leuchtende Phase macht nur einen kleinen Teil ihres Lebens aus. Bevor Glühwürmchen als erwachsene Käfer sichtbar werden, verbringen sie zwei bis drei Jahre als Larven. In dieser Zeit leben sie im Boden, in der Laubschicht oder zwischen Pflanzen und ernähren sich vor allem von Schnecken. Erst danach verpuppen sie sich und schlüpfen als erwachsene Käfer.
WO LASSEN SICH GLÜHWÜRMCHEN BEOBACHTEN?
Leuchtkäfer kommen in weiten Teilen der Schweiz vor. Geeignete Lebensräume sind Waldränder, feuchte Wiesen, Parks, naturnahe Gärten und Gewässerufer. Bekannte Beobachtungsorte sind etwa der Käferbergwald in Zürich, der Waldfriedhof in Schaffhausen, der Aargauer Jura, die Region am Fuss des Pilatus oder der Parc Bourget in Lausanne.
WIE BEOBACHTET MAN GLÜHWÜRMCHEN RICHTIG?