Die Glarner Bergbahnen machen sich mit einem Schutzkonzept startklar
«Wir machen am 6. Juni mit normalem Fahrplan auf», sagt Erich Kunz, Betriebsleiter der Luftseilbahn Niederurnen–Morgenholz. Die ganzjährig betriebene Luftseilbahn transportiert ihre Gäste in Kabinen für maximal acht Personen ins Niederurner Täli. «Wir halten uns an die Vorgaben von Seilbahnen Schweiz», sagt Kunz zu den vorbereiteten Schutzmassnahmen. Es sei eigentlich wie im ÖV geregelt. Vorgesehen sei, die Gäste mit voller Kapazität zu befördern. Wobei Masken zu tragen empfohlen, aber nicht vorgeschrieben werde. «Wir überlassen es den Leuten, dies zu entscheiden. Auch wenn man im Warteraum den zwei Meter Abstand einhält, muss man sich bewusst sein, dass es in der Kabine zu acht eng wird», so der Betriebsleiter. Masken wird er an der Talstation zum Selbstkostenpreis abgeben.
Die Zeit des Stillstands seit Mitte März wurde bei der Luftseilbahn Niederurnen–Morgenholz für mechanische Arbeiten sowie für die Sanierung der Plattformen bei der Berg- und Talstation genutzt.
Personal wird geschützt
Auch die Tschinglenbahn in Elm fährt laut Tobias Rhyner ab 6. Juni wieder nach Fahrplan. Das Schutzkonzept wird im Vorstand heute besprochen und ausgearbeitet.
Los geht es mit dem ordentlichen Sommerfahrplan am 6. Juni auch bei der Luftseilbahn Luchsingen–Brunnenberg: «Wir freuen uns auf den Start», sagt Martin Zopfi, Geschäftsführer der Technischen Betriebe Glarus (TBG). Wobei die Auflagen zu erfüllen seien: Bei der Kasse werde beim Anstehen auf die Distanzregeln geachtet, auch sei das Personal mit Schutzmaterialien ausgerüstet sowie durch eine Trennscheibe vom Kundenkontakt abgetrennt. In der Achter-Kabine sei es zwar eng, doch betrage die Fahrtzeit nur fünf Minuten. Auch könne man gut lüften, so Zopfi. Das endgültige Schutzkonzept werde nächste Woche besprochen.
Elm informiert später
Die Sportbahnen Elm treffen sich heute zu einer Sitzung und informieren nächste Woche, wann und wie sie den Betrieb wieder aufnehmen.