Die Crème de la Crème des Schwingsports zu Gast am Zürichsee
Am Samstag steht mit dem 18. Kilchberger Schwinget der Höhepunkt der Schwing-Saison im Programm. Ein Überblick vor dem Fest mit eidgenössischem Charakter.
Das Fest
1927 von Emil Huber ins Leben gerufen, messen sich seither die besten Schwinger des Landes im Sechs-Jahres-Rhythmus beim Kilchberger Schwinget am Westufer des Zürichsees. Wie das zweitägige Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (ESAF) und das Unspunnen in Interlaken gehört es zu den Festen mit eidgenössischem Charakter, an dem sich die gesamte nationale Elite aus allen Landesteilen misst.
Es kommt stets im Jahr nach dem alle drei Jahre stattfindenden ESAF zur Austragung und wechselt sich mit dem Unspunnen ab. Während beim Eidgenössischen rund 270 Schwinger antreten und in Interlaken deren 120 am Start sind, dürfen die fünf Teilverbände für das Kilchberger insgesamt nur 60 Schwinger selektionieren. An keinem anderen Fest ist die Dichte an Topschwingern grösser.
Die Arena
Auf dem Hof Stockengut hoch über dem Zürichsee bietet die errichtete Arena um die lediglich zwei Sägemehlringe Platz für rund 10'000 Zuschauer. Diese folgen einer Einladung – einen öffentlichen Ticketverkauf gibt es am Kilchberger nicht. Zum ersten Mal für die Öffentlichkeit zugänglich ist jedoch das Festgelände, das bisher ebenfalls nur geladenen Gästen vorbehalten war.
Die Preise
Anders als am ESAF gibt es am Kilchberger keine Kränze zu gewinnen – es zählt nur der Sieg. Der Gewinner der 18. Austragung erhält den Siegermuni «Ultimo». Das vierjährige Braunvieh bringt es auf ein Gewicht von 1,2 Tonnen und hat einen Gegenwert von 8000 Franken. Mit vier weiteren Rindern sowie einem Fohlen gibt es insgesamt sechs Lebendpreise.