Eröffnungsfeier für die Bibliotheken am Postplatz
Ab dem 1. Oktober nimmt die Bibliothek den Betrieb am neuen Standort auf. Die Dokumentationsbibliothek folgt einen Tag später. Die neuen Bibliotheksräumlichkeiten werden am Samstag, 2. November, mit einer feierlichen Eröffnung eingeweiht.
Das alte Postgebäude hat sein Gesicht seit der Errichtung 1860 mehrfach verändert. Bereits nach etwas mehr als 30 Jahren erweiterte der Architekt Gaudenz Issler den Bau 1892 zu einem neoklassizistischen Prunkschlösschen. Mit dem Wandel von Davos zum modernen Kurort fiel die historisierende Fassade jedoch aus der Zeit. Der Architekt Karl Angehr befreite das Gebäude deshalb 1941 von unnötigem Zierrat. Er ersetzte die griechischen Säulen am Eingangsportikus mit profilierten Pfeilern und setzte dem Gebäude ein Wohngeschoss mit Davoser Flachdach auf. Durch die überhohen Räume des Altbaus wirkt das zusätzliche Stockwerk wie ein halbhohes Mezzaningeschoss. Die klassische Fassadengliederung des modernen Hauses wurde mit einem Sgraffito zusätzlich betont. Der Künstler Paul Held stellt damit die Postzustellung und die Mobilität im Lauf der Geschichte dar.
Sorgfältiger Umbau
Nach dem die Post im Jahr 2000 das Postgebäude verlassen hat, sind mit dem Wintersport- und Medizinmuseum, dem Grundbuchamt, dem Landratssaal und privaten Mietern neue Nutzende eingezogen. Mit dem Einzug der Bibliothek und der Dokumentationsbibliothek wird nun auch das ehemalige Ladengeschoss wieder mit einer öffentlichen Nutzung belebt. Beim neusten Umbau hat der Davoser Architekt Jürg Grassl den Eingang aus den 1940er-Jahren behutsam wieder freigelegt und hindernisfrei umgestaltet. Der Eingang steht nun nicht mehr abgehoben über der grossen Freitreppe, sondern direkt an der Promenade.