Der Zürcher Regierungsrat Mario Fehr tritt erneut an
Mario Fehr (parteilos) will es nochmals wissen: Der 68-jährige Sicherheitsdirektor tritt bei den Zürcher Regierungsratswahlen im kommenden Frühling erneut an, wie er am Freitag ankündigte. Sollte er gewählt werden, wäre es schon seine fünfte Legislatur.
Er habe sich drei Fragen gestellt, sagte Fehr vor den Medien. «Bin ich fit, habe ich genug Gestaltungswillen und wie sieht meine Zukunft im Regierungsrat aus?» Alles habe er für sich positiv beantworten können. Er sei gesund, das habe ihm sein Arzt bestätigen können, den Klausenpass habe er erst letztes Wochenende mit dem Velo gemeistert.
Entscheiden müsse nun das Volk. «Wir werden sehen, ob die Stimmberechtigten mich als Sesselkleber sehen», sagte er.
Fehr geht alleine in den Wahlkampf – Mitte, SVP und FDP spannen zusammen, auch die linken Parteien unterstützen sich gegenseitig. «Würde ich davon ausgehen, nicht gewählt zu werden, würde ich nicht kandidieren», meinte der Sicherheitsdirektor dazu. Definitiv für die erneute Kandidatur habe er sich entschieden, nachdem in dieser Woche das bürgerliche Bündnis bekannt wurde.
In seinem Amt habe er viel erreicht, sagte Fehr. Er betonte etwa, dass die Kantonspolizei im Vergleich zu anderen Polizeikorps keine Probleme habe, die Stellen zu besetzen. Es gebe aber noch genug zu tun, etwa die Herausforderungen beim Schutzstatus S, die Umsetzung des neuen Polizeigesetzes oder des Selbstbestimmungsgesetzes.
Stimme der Senioren
Gleich vier Kolleginnen und Kollegen von Fehr treten 2027 ab. Er habe gerne mit diesen zusammengearbeitet. Jetzt komme eine Zäsur. «Ich wäre bei einer Wahl der nächste Regierungspräsident», sagte Fehr weiter. Erfahrung schade da sicher nicht. In dieser Rolle sieht er sich dem Konsens verpflichtet. Beim anstehenden grösseren Wechsel könne er eine gute Rolle spielen.