Der wundersame Wandel von Näfels
Von Köbi Hefti
Wenn Biogas Volley Näfels am Samstag in der drittletzten Qualifikationsrunde auf das punktgleiche Chênois trifft, so verspricht dies eine spannende Affiche zu werden. Ein Blick auf die vergangenen Wochen zeigt, dass die Formkurven der beiden Teams unterschiedlich verlaufen. Der Erzrivale kämpft seit Januar mit seiner Form, nicht zuletzt wegen der verletzungsbedingten Absenz seines Top-Stars Luca Babic.
Näfels hingegen fand den Tritt immer besser. Die Glarner verloren zwar den Cup-Krimi am Sonntag gegen Überflieger Amriswil knapp, doch die gezeigte Leistung beeindruckte und fand viel Anerkennung. Der Trainer und die Mannschaft dürfen stolz auf das Gezeigte sein und das Finale der Qualifikation mit Selbstvertrauen in Angriff nehmen.
Mit einem klaren Sieg gegen Chênois könnte Näfels den fünften Rang festigen und sich eine gute Ausgangslage verschaffen, um im Play-off-Viertelfinale nicht gegen Lausanne oder Schönenwerd antreten zu müssen. Viel lieber würde Näfels dort Luzern herausfordern.
Team ist zusammengewachsen
Eine Umfrage bei den Näfelser Teamverantwortlichen bestätigt, dass die Zuversicht zurückgekehrt ist. Auf die Frage, was ihm zuletzt besonders gefiel, antwortet Teammanager Ruedi Gygli: «Mich hat der Kampfgeist beeindruckt, aber auch, dass die Spieler als Team gewachsen sind.» Trotz der positiven Entwicklung sieht er aber auch die Probleme, welche Näfels bei der Verwertung hochkarätiger Chancen hat. Er sagt: «Die Schwäche bei den entscheidenden Punkten kennen wir eigentlich schon die ganze Saison. Es fehlt der Killer. Ob wir diesen noch kreieren können, ist offen. Teils fehlt die Routine oder einfach die Klasse. Hoffen kann man immer noch.»
Auch Trainer Dalibor Polak zeigt sich von der positiven Seite. Er betonte immer wieder, dass sein Team im Training gut gearbeitet hätte. «Ich habe immer an die Jungs geglaubt und daran, dass sie das schaffen werden.» Entsprechend optimistisch schaut er auf den Abschluss der Qualifikation gegen Chênois und Bern daheim und das Auswärtsspiel in Amriswil. «Ich erwarte sechs Punkte. Wenn wir die gleiche Leistung wie im Halbfinal ge-gen Amriswil bringen, sollte dies klappen», erklärt Polak.