Der Kanton Zürich krempelt die Gymi-Profile um
Der Regierungs- und der Bildungsrat haben das neue Fächerangebot an Zürcher Gymnasien beschlossen: Aus sechs Profilfächer werden zwölf Schwerpunktfächer. Die Reform im Überblick.
Wann geht's los?
Das neue Fächerangebot wird an den meisten Zürcher Mittelschulen ab dem Schuljahr 2029/2030 eingeführt, wie der Regierungsrat am Dienstag mitteilte. Für das Liceo Artistico und die Kunst und Sport Klassen der Kantonsschule Rämibühl gilt die Reform bereits ab dem Schuljahr 2028/2029. Basierend auf den neuen Vorgaben erarbeitet die Bildungsdirektion derzeit die Grundlagen für die schulischen Lehrpläne sowie die Promotions- und Maturitätsbestimmungen. Die entsprechende Vernehmlassung ist für Herbst 2026 vorgesehen.
Einheitlicher Rahmen
Mit der Reform nach nationalen Vorgaben soll die Vergleichbarkeit der Abschlüsse verbessert werden und gleiche Voraussetzungen für alle Schülerinnen und Schüler geschaffen werden. Neu gibt es eine einheitliche kantonale Rahmenstundentafel. Die Gesamtzahl der Lektionen für den Unterricht im Obergymnasium bleibt unverändert bei 268 Semesterlektionen. Dadurch soll der Druck auf die Schülerinnen und Schüler nicht weiter steigen, heisst es. Die Rahmenstundentafel legt die Gesamtzahl der Lektionen für die einzelnen Grundlagenfächer, die 80 Prozent des Unterrichts ausmachen, sowie den Wahlpflichtbereich fest. Im Wahlpflichtbereich können die Gymnasien weiterhin eigene Akzente setzen.
Entscheidungszeitpunkt
Im Kanton Zürich wählen die Schülerinnen und Schüler bereits heute des Langgymnasiums ab der 3. Klasse ihr Profil, künftig also ihr Schwerpunktfach. Beim Kurzgymnasium hingegen erfolgt diese Wahl direkt mit dem Schuleintritt. Dies wird weiterhin so bleiben.
Der neue Katalog an Schwerpunktfächern
Im Wahlpflichtbereich stehen künftig zwölf Schwerpunktfächer sowie Ergänzungsfächer zur Auswahl. Damit entfallen die bisherigen sechs Maturitätsprofile.