Der FCRJ nimmt in Kriens den Abstiegskampf nicht an
von Franz Feldmann
Die gute Nachricht aus Kriens: Zweimal brachte der FC Rapperswil-Jona am Samstag den Ball aufs Tor, beide Male zappelte das Leder im Netz. Eigentlich eine bemerkenswerte Effizienz, die aber nichts nützte. Denn beim zweiten Mal hatte der Linienrichter ein Offside des zuvor eingewechselten Egzon Shabani gesehen, das Tor zählte also nicht (79.). Die weniger gute Nachricht ist, dass diese zwei Möglichkeiten in 98 Minuten Spielzeit an diesem Abend bei Weitem nicht reichten, Kriens ernsthaft in Verlegenheit zu bringen.
Eigentlich hätte man davon ausgehen können, dass Rapperswil-Jona mit zuletzt zwei Siegen im Gepäck mit viel Selbstvertrauen frisch von der Leber weg aufspielen würde. Doch davon war nichts, aber auch gar nichts zu sehen. «Wie hatten keinen Zugriff aufs Spiel», musste der für den gesperrten Denis Simani in der Innenverteidigung eingesetzte Joël Schmid nach dem Spiel feststellen. «Wir verloren zu viele Zweikämpfe und offerierten dem Gegner viel zu viele Räume. Der Ball kam immer sehr schnell in unsere Verteidigungszone zurück.»
Siegrist kaum zu kontrollieren
Das war genau das Problem. Schmid war einer der ganz wenigen Aktivposten in den Reihen des FCRJ. Vor allem die in der Winterpause dazugeholten Sangoné Sarr und auch Jerôme Thiesson auf der linken Verteidigungsseite sündigten Mal für Mal. Ihre Abspiele waren für dieses Spielniveau schlichtweg ungenügend.
Auf der anderen Seite hatte Kriens mit Nico Siegrist einen Spieler, der zu jeder Zeit mit dem Ball etwas Gescheites anzufangen wusste. Der andere Aktivposten auf FCRJ-Seite war Torhüter Diego Yanz. Er hielt seine Farben gegen Kriens’ Stürmer Skumbim «Jumbo» Sulejmani schon nach fünf Minuten mit einer reflexartigen Fussabwehr im Spiel. Diese schnelle, gute Möglichkeit der Einheimischen weckte das zurückhaltend auftretende Team von Trainer Urs Meier in keinster Weise.