Der Europameister plant den Angriff auf das Weltcup-Podest
Am Sonntag werden die Karten auf den Tisch gelegt: Beim Weltcup-Auftakt der Cross-Country-Mountainbiker in Albstadt (GER) wird sich zeigen, wer im Winter und Frühling seine Hausaufgaben gemacht hat. Der amtierende Europameister Lars Forster jedenfalls kann von sich behaupten: «Ich habe gut trainiert und war immer gesund. Ich bin bereit.» Wo er genau stehe, sei schwierig zu sagen, weil der Vergleich mit der versammelten Weltspitze noch fehle. Der dritte Rang hinter Nino Schurter und Mathias Flückiger am vergangenen Sonntag im Swiss-Bike-Cup-Rennen von Solothurn war für den 25-Jährigen aus Neuhaus aber die Bestätigung, dass er in Form ist.
Gesund durch den Winter gekommen zu sein, ist für Forster eine erfreuliche Erkenntnis. Denn zum Ende der letzten Saison im vergangenen Spätsommer machte ihm sein Rücken zu schaffen. An der Heim-WM in Lenzerheide war er deshalb handicapiert und chancenlos. Woher jene Blockade im Rücken kam, sei nie herausgefunden worden, erklärt Forster. Das Wichtigste aber ist: «Diese Probleme tauchten seither nie wieder auf.»
Zum Wunschteam gewechselt
In den kalten Monaten war Forster – wie man es von ihm kennt – an Radquer-Rennen am Start. Im Dezember gewann der beste Schweizer Cyclo-Cross-Fahrer sein Heimrennen in Eschenbach im Rahmen der EKZ-Cross-Tour. Die Gesamtwertung beendete er auf dem 2. Rang. Ab Februar unterschied sich die Vorbereitung auf die Mountainbike-Saison dann zu seinen Gewohnheiten früherer Jahre. Erstmals war er in einem dreiwöchigen Team-Trainingslager in Südafrika.
Im Trikot des Europameisters zu fahren, macht mich stolz»
Nach mehreren Jahren im BMC MTB Racing Team fährt Forster seit Anfang Januar in den Farben vom Scott-Sram MTB Racing Team. Mit seinen bisherigen Leistungen und seinen Zukunftsaussichten war er nach der zurückliegenden Saison in der luxuriösen Situation, seine Wunschequipe unter mehreren Angeboten auswählen zu können. Das neue Team hat seine Basis in unmittelbarer Nähe zu Forsters Wohnort. Geführt wird es vom Feldbacher Thomas Frischknecht, der Mountainbike-Legende. «‹Frischi› war mein Vorbild, als ich noch jünger war. Ich bewundere ihn noch immer», sagt Forster.