Den Lohn für eine starke Saison einfahren
Am Dienstag wurde beim FC Vaduz erstmals seit der Wiederaufnahme der Meisterschaft am 19. Juni ein reguläres Mannschaftstraining durchgeführt. «Davor war es immer entweder Regeneration mit Massage und Auslaufen am Tag nach einem Spiel oder das Abschlusstraining am Tag vor einem Spiel», sagt Dominik Schwizer. Geschuldet war dies dem Spielplan im Drei- bis Viertagerhythmus, mit dem die Challenge League – wie auch die Super League – nach der monatelangen Zwangspause zu Ende gespielt wird.
Die ohnehin gute Stimmung im Team der Vaduzer hatte am Montagabend noch zusätzlichen Schub erhalten. Denn die Grasshoppers verloren ihr Nachholspiel in Wil mit 2:3. Sechs Punkte hinter Lausanne-Sport, das nur noch theoretisch vom direkten Aufstieg entfernt ist, steigt der FC Vaduz nun mit einem Punkt Vorsprung auf die Zürcher in die letzten beiden Runden. Bleiben die Liechtensteiner Zweite, gehen sie in der kommenden Woche in die Barrage, in der sie gegen den Super-League-Vertreter – es wird wohl der FC Sion oder der FC Thun sein – um den Platz in der höchsten Schweizer Liga spielen würden. So weit wird aber noch nicht gedacht: «Bevor wir von der Barrage sprechen, müssen wir unseren Job machen», betont Schwizer.
Nach acht Runden Vorletzter
Der 24-jährige Mittelfeldspieler aus Schmerikon ist einer der Leistungsträger eines Teams, das im Saisonverlauf eine erstaunliche Wandlung gezeigt hat. «Wir dürfen nicht vergessen, wo wir herkommen», sagt Schwizer. Er meint damit, dass der FC Vaduz nach den ersten acht Spieltagen mit lediglich sechs Punkten an vorletzter Stelle auf Rang 9 der Tabelle stand. Seither haben die Liechtensteiner nur noch drei von 26 Partien verloren.
Rückschläge gab es in dieser Phase kaum noch. Ein erheblicher war aber das 2:3 am 3. Juli zu Hause gegen die Grasshoppers. Vaduz hatte gegen den direkten Konkurrenten um Rang 2. zur Pause 2:0 geführt und lag bis in die 84. Minute voran. Mit dieser Niederlage, die erste seit dem 15. Dezember, vergrösserte sich der Rückstand auf GC zwischenzeitlich auf fünf Punkte. Jener Abend und der Tag danach sei bitter gewesen, erinnert sich Schwizer. «Zum Glück dauerte es nicht lange bis zum nächsten Spiel.»