Das neue Konzept der Tour de Suisse funktioniert
Mehr Zuschauer, höhere Reichweiten und positive Rückmeldungen von Teams und Sponsoren: Nach der Premiere sehen sich die Tour-de-Suisse-Organisatoren in ihrem neuen Veranstaltungskonzept bestätigt.
Die Tour de Suisse hat sich in diesem Jahr neu erfunden. Mit der parallelen Austragung der Frauen- und Männerrennen, Rundstrecken mit Start und Ziel am selben Ort sowie der Verdichtung auf fünf Renntage wagte die Schweizer Landesrundfahrt einen Schritt, den bislang kein anderes World-Tour-Etappenrennen vollzogen hat. Die Veranstalter wollen die Schweizer Landesrundfahrt damit als Event neu positionieren und im internationalen Radsport eine Vorreiterrolle einnehmen.
Pogacar als zusätzlicher Zuschauermagnet
Für Tour-Direktor Olivier Senn steht nach den ersten Erfahrungen fest, dass das neue Format funktioniert. Die Rückmeldungen von Zuschauern, Sponsoren und Teams seien überwiegend positiv ausgefallen. Gleichzeitig habe die Tour de Suisse die Erwartungen erfüllt, die mit der Neuausrichtung verbunden waren. «Wir können sagen, es hat eigentlich das gebracht, was wir wollten», sagt Senn. Mehr Unterhaltung, höhere Zuschauerzahlen in den Etappenorten sowie zusätzliche Aktivierungsmöglichkeiten für Sponsoren und Gastgeber seien erreicht worden.
Zusätzliche Aufmerksamkeit brachte die Teilnahme von Tadej Pogacar. Der slowenische Weltmeister lockte das Publikum an die Strecke und verschaffte dem neuen Konzept zusätzliche Sichtbarkeit. «Er bringt uns die Zuschauer, er bringt uns aber auch die Möglichkeit, wirklich breit zu kommunizieren zu diesem neuen Konzept», sagt Senn. Die hohe mediale Präsenz habe zudem geholfen, wertvolle Rückmeldungen für die Weiterentwicklung der Rundfahrt zu sammeln.
Transfers bleiben die grösste Baustelle
Trotz der positiven Bilanz sehen die Organisatoren Verbesserungsbedarf. Besonders die langen Transfers zwischen den Etappenorten gelten als grösste Herausforderung, für Fahrer und Team wie auch für die Crew der Logistik. Die diesjährige Streckenführung sei teilweise durch bestehende Verpflichtungen und Verträge geprägt gewesen, so Senn. In Zukunft sollen die Wege zwischen den Etappen deutlich kürzer werden.