«Das könnte der Anfang sein von etwas Schönem»
von Mario Noser
«Die Rangierung allein betrachtet, ist eine ungenügende Note für uns alle», hatte Sportchef Stefan Flühmann nach der abgelaufenen Spielzeit mit Platz 9 zu Protokoll gegeben. Das, einige ungewollte Abgänge sowie Langzeitverletzte waren Grund genug für den 50-Jährigen, die Mannschaft auf die neue Saison hin ordentlich umzukrempeln. Zehn Spieler haben den FCRJ verlassen. Darunter wichtige Stützen wie Innenverteidiger Ismajl Beka (er ging in die Challenge League zum FC Wil), oder Goalgetter Jordan Gele, der nach Rumänien wechselte. «Klar werden wir diese Stützen vermissen», sagt Flühmann. «Ich bin aber der Überzeugung, dass wir die beiden super ersetzen konnten.»
Mit der Kaderzusammenstellung hatte der Sportchef alle Hände voll zu tun. Zu vermelden gibt es insgesamt elf Neuzugänge. Dabei bediente sich der FCRJ auch bei der Konkurrenz: Mit Mittelfeldmann Enzo Grasso (25) vom FC Biel und dem Stürmer Christian Konan (23) von Etoile Carouge haben zwei Spieler mit Promotion-League-Erfahrung an den Obersee gewechselt.
Noch deutlich mehr Routine hat sich der FCRJ aber mit dem 33-jährigen Mittelfeldspieler Francesco Bolzoni, er spielte einst für Inter Mailand, Verteidiger Adriano Sodano (31) vom FC Freienbach, Verteidiger Mattia Cinquini (32) vom FC Chiasso und Stürmer Danijel Subotic (33), der zuletzt keinen Verein hatte, dazugeholt.
Trainer Heris Stefanachi verspricht sich von diesem Quartett vor allem eines: «Leadership». Es soll mit gutem Beispiel vorangehen und den Jungen ein Vorbild sein. Das sei natürlich auch das Ziel gewesen bei diesen Transfers, bemerkt Stefanachi. «Ich merke, dass sich das bereits jetzt niederschlägt. Die vier machen einen super Job.»