Das ist der erste Schweizer Gegner in der Nations League
Nicht nur Deutschland musste sich in jüngerer Vergangenheit von Nordmazedonien überraschen lassen. Auf den ganz grossen Coup warten die «Roten Luchse» aber noch.
Noch immer existieren zahlreiche Videos von der «unvergesslichen Nacht in Duisburg». Ende März 2021 setzte sich Nordmazedonien dort mit 2:1 gegen Deutschland durch und fügte den Deutschen die erste Niederlage in der WM-Qualifikation seit fast 20 Jahren zu. Ein Jahr später überraschten die «Crevni Risovi», wie das Team angelehnt an das Nationaltier, den Balkanluchs, auch genannt wird, den nächsten Grossen: Durch das 0:1 in Palermo musste Italien seine WM-Hoffnungen begraben.
Seinen Ruf als Favoritenschreck stellte Nordmazedonien auch in den folgenden Qualifikationen unter Beweis, indem die Mannschaft erneut Italien, aber auch England und Belgien ein Unentschieden abrang. Spieler wie Harry Kane, Kevin De Bruyne oder Ilkay Gündogan hoben hervor, wie schwierig es sei, gegen die solidarisch kämpfenden Nordmazedonier zu spielen. Trotzdem kam es nach der EM 2021 zu keiner zweiten Teilnahme an einem Grossturnier.
Unter neuem Trainer noch torlos
Allgemein durchlaufen die Nordmazedonier derzeit eine schwächere Phase. Seit ihrem 5:0-Sieg gegen Liechtenstein haben sie acht Spiele in Folge nicht mehr gewonnen und dabei nur zwei Tore geschossen. Dass sie trotz der mageren Offensivausbeute in fünf der acht Partien unentschieden spielten, weist auf ihre starke Defensive hin: Gleich viermal lautete das Resultat 0:0.
Unter Goce Sedloski, der vor dem missglückten WM-Playoff gegen Dänemark (0:4) zum Nationaltrainer ernannt wurde, ist Nordmazedonien sogar noch ohne Treffer. Das nehme er auf sich, sagte der 52-Jährige nach dem letzten Testspiel gegen die Türkei (0:4). «Wir stellen ein neues Team zusammen, und für einige Fussballer ist das eine neue Erfahrung.» Gleichzeitig mahnte er: «Ich erwarte von jedem Nationalspieler, dass er alles gibt und das in ihn gesetzte Vertrauen rechtfertigt.»