Das frische Gesicht des Nationalteams
Am Samstag startet die Schweiz mit dem Auswärtsspiel in Nordmazedonien in die Nations League. Trainer Murat Yakin hat das Team mit neuen Gesichtern ergänzt – teils gewollt, teils erzwungen.
Es begann mit dem Xhaka-Hammer: Durch Recherchen des «Blick» kam heraus, dass der Schweizer Captain vor vier Jahren ein Covid-Zertifikat gekauft hatte. Kurzfristig entschieden der Verband und der Spieler deshalb, dass Xhaka den aktuellen Zusammenzug auslässt. Dass der Rekordspieler dem Team bei den vier Spielen innert elf Tagen sportlich und als Leader fehlen wird, steht ausser Frage. Dennoch scheint der Entscheid der richtige gewesen zu sein.
Wäre Xhaka dabei gewesen, hätte sich im Camp in Belek in der Türkei alles um ihn gedreht. Dabei den Fokus zu behalten, wäre für alle schwierig geworden. So aber konnte die Mannschaft den Blick stets auf die kommenden Aufgaben in der Nations League richten.
Natürlich wurden die Spieler an den Pressekonferenzen gleichwohl auf den grossen Abwesenden angesprochen. Dies moderierten sie jedoch souverän ab. Praktisch unisono hielten sie fest: Es sei schade, dass Xhaka nicht da sei, es sei seine Privatsache und sie hofften, ihn bald wieder beim Team zu haben. Auch Trainer Yakin sagte, mit seiner Abwesenheit habe Xhaka «zum Wohle des Teams» gehandelt.
Ein kleiner Umbruch
Die Antwort auf die Frage, ob der Basler, der am Sonntag 34 Jahre alt wird, auch künftig noch der richtige Captain ist, wurde auf später verschoben. Vorerst geht es darum, die Mission «Direkter Wiederaufstieg» in Angriff zu nehmen. Nach dem erstmaligen Abstieg in die Liga B wollen die Schweizer schnellstmöglich in die höchste Liga der Nations League zurück. In der Gruppe mit Schottland, Slowenien und Nordmazedonien ist Platz 1 das klare Ziel.