Daniel Rolla greift den Schlitten auf der Rennpiste bei den Hörnern
Ursprünglich diente der Hornschlitten den Bergbauern zum Transportieren von Heu oder Holz. Weil aber Hornschlittenfahren ohne Last deutlich mehr Spass macht, veranstalten diverse Hornschlitten-Clubs in der Schweiz Rennen. Jenes in Braunwald findet dieses Wochenende bereits zum 34. Mal statt.
Hornschlittenfahren ist aber keineswegs nur etwas für eingefleischte Könner, wie Daniel Rolla sagt. Der Präsident des Hornschlitten-Clubs Braunwald hat vor 13 Jahren seine Faszination für Hornschlitten entdeckt.
Herr Rolla, kann eigentlich jeder bei einem Hornschlittenrennen mitmachen?
Ja, grundsätzlich schon. Denn es ist ein Rennen, bei dem hauptsächlich der Plausch am Hornschlittenfahren im Vordergrund steht. Wegen der Grösse und der Schwere des Schlittens ist das Fahren mit einem Hornschlitten aber nicht ganz so einfach, wie es aussieht. Es braucht Mut, Köpfchen und deutlich mehr Kraft als auf einem gewöhnlichen Holzschlitten.
Durchaus auch etwas für die ganze Familie?
Auf jeden Fall. Im vergangenen Winter haben sich drei Familien bei uns gemeldet. Worauf wir ihnen dieses Erlebnis auf der Schlittelpiste in Braunwald ermöglicht haben. Für solche Anfragen steht einer unserer Club-Hornschlitten im Grotzenbüel bereit. Eine gute Gelegenheit für Spontanentschlossene bietet sich am Sonntag direkt im Anschluss an das Rennen.
Sie sagten, der Hornschlitten ist ein schweres Gerät und zugleich ein ideales Freizeitvergnügen für die ganze Familie. Für Kinder wohl erst ab einem gewissen Alter?
Stimmt. Idealerweise sollte ein Hornschlittenfahrer mindestens 15 Jahre alt sein.
Und ohne entsprechende Schutzausrüstung geht das bestimmt auch nicht.
Neben warmen Kleidern und Handschuhen braucht es in jedem Fall auch hohe Winterschuhe mit Profil und einen Skihelm. Ein Downhillhelm würde als Kopfschutz auch ausreichen.