«Nun will ich einfach nur noch fahren»
Vor ziemlich genau einem Jahr war die 16-Jährige – die seit vergangenem Sommer mit ihrer Familie in Davos Clavadel wohnt, die Talentschule besucht mit dem Kader des Sportgymnasiums Davos trainiert – nach einigen Erfolgen unsanft auf den Boden der Realität zurückgeholt worden. Bei einem Unfall erlitt sie nicht nur einen Armbruch, sondern vor allem schwere Knieverletzungen. Damit begann der lange Leidensweg zurück, denn für Zoë stand eigentlich von Anfang an fest, dass sie eines Tages wieder in den Freeski-Zirkus zurückkehren wollte. Zunächst folgten zwei schwere Knieoperationen, denen eine langwierige Rehabilitationsphase folgte. Geduldig liess sie die verschiedenen Übungen und harten Trainingseinheiten über sich ergehen und vermisste dabei vor allem zwei Dinge: «Das Skifahren sowie meine Kolleginnen und Kollegen», wie sie auf Anfrage erklärt. Viele Trainingseinheiten habe sie allein absolvieren müssen. Trotz allem hat sie durchgehalten. «Ich habe alles mitgemacht, um wieder Skifahren zu können. Ich hatte aber auch Leute um mich herum, die mich positiv vorwärts brachten.»
«Da habe ich den halben Nachmittag geweint»
Natürlich gehören zu solch einer harten Rückkehr in den Sport-Alltag auch viele Emotionen, positive wie negative. Besonders in Erinnerung geblieben ist der Teenagerin ein Ausflug nach Holland, während dem sie im letzten Sommer eine Schneehalle besuchte und zum ersten Mal wieder einen Hang hinunterfahren konnte. «Da habe ich nachher vor Freude den halben Nachmittag geweint», meint sie, auf ihre stärksten emotionalen Momente befragt. Der zweite sehr positive Moment sei gewesen, als sie das erste Mal wieder im Jatzpark unterwegs sein konnte, und der dritte Höhepunkt ereignete sich vor einigen Tagen, als sie bei ihrer Rückkehr am Davos Open gleich wieder auf das Siegertreppchen steigen konnte.