Die ungeliebten Spuren des Winters
Der letzte Kafi Luz ist schon lange getrunken. Die Skier und Snowboards setzen in den Kellern wieder Staub an. Die Wintersaison ist in weite Ferne gerückt. Doch was bleibt von einem Winter voller Geselligkeit, Sport und abertausenden von Besuchenden? Es sind nicht nur die guten Erinnerungen. Neben den wunderschönen Bergblumen und Wiesen sticht einem das unschöne Überbleibsel der Wintersaison ins Auge: Abfall. Die Davos Klosters Bergbahnen organisieren deshalb Jahr für Jahr «Clean-ups». An mehreren Tagen im Frühsommer sammeln sie gemeinsam mit Freiwilligen, Clubs und Vereinen den liegen gebliebenen Müll zusammen. Man merkt, dass die Berge allen Teilnehmenden am Herzen liegen.
Die diesjährigen «Clean-ups» waren, wie die in den Jahren zuvor, gut besucht und auch von Erfolg gekrönt. Besonders am Start der Pisten und unter den Sesselliften haben über zweihundert Helferinnen und Helfer Zigarettenstummel, Haargummis, Handschuhe und ganz viele andere spannende Funde gemacht. Sogar ein funktionierendes Handy kam bei den Aufräumarbeiten zum Vorschein. Unglaubliche 331 Kilogramm Abfall kamen in insgesamt vier Aktionen zusammen.
Zahlreiche Vereine und Clubs helfen mit
Am 15. Juni machten sich die Renngruppe der Skiclubs Davos und Rinerhorn, das NLZ Ost, der BSV Alpin und das RLZ Davos auf, die Hänge des Rinerhorns und das Jakobshorns vom Abfall zu befreien. Insgesamt 95 Freiwillige machten auf den Bergen den Frühlingsputz. Über 130 Kilogramm Müll konnten gesammelt werden. Die Helferinnen und Helfer trotzten am verregneten Samstag dem Wetter und waren nicht unglücklich, am Abend unter eine warme Dusche stehen zu können.
Auf Gotschna und Parsenn kam es am 22. Juni zur grossen Aufräumaktion. Auf Gotschna waren bei bestem Bergwetter 77 Personen in Abfallbeseitigungsmission unterwegs. Auch dort waren zahlreiche Vereine beteiligt. So halfen das RLZ Prättigau, die Skiclubs Klosters und Küblis, die RG Prättigau, Madrisa und Danusa sowie die vierte Klasse der Schule in Klosters mit, den Berg von insgesamt 57 Kilogramm Abfall zu befreien.